Hans Isaak Grünewald

Hans Isaak Grünewald (geboren 15. März 1914 in Frankfurt am Main; gestorben 1998 in London) war ein deutscher Rabbiner.

Leben

Hans Isaak Grünewald war ein Sohn des Edmund Grünewald und der Julie Rothschild. Er studierte ab 1932 an der Universität Frankfurt am Main und an der Jeschiwa in Frankfurt. Er floh 1936 nach Palästina und studierte bis 1939 an der Hebräischen Universität Jerusalem. Er heiratete 1940 Martha Nebenzahl, der Jurist und Bankenberater Jitzchaq Ernst Nebenzahl, zuletzt Ombudsmann der Regierung, wurde dadurch sein Schwager. Sie hatten drei Kinder.

Grünewald wurde Präsident der B’nai B’rith Loge in Tel Aviv. Er legte 1960 das Rabbinerexamen am Jews’ College in London ab und wurde im selben Jahr zum Landesrabbiner für Norddeutschland bestellt. 1964 wurde er Gemeinderabbiner der Israelitischen Kultusgemeinde München und blieb dies bis 1982.

Schriften (Auswahl)

  • Einblicke in Bibel, Talmud und gelebtes Judentum. Frankfurt am Main: Haag u. Herchen, 1989
  • Die Lehre Israels : Bemerkungen, Erklärungen und Hinweise zu den wöchentlichen Lesungen der Juden aus der Thora. München: Olzog, 1970

Literatur

  • Grünewald, Hans Isaak, in: Werner Röder, Herbert A. Strauss (Hrsg.): Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933. Band 1: Politik, Wirtschaft, Öffentliches Leben. München: Saur, 1980, ISBN 0-89664-101-5, S. 248.