Hans Hermann Haferkamp

Hans Hermann Haferkamp (* 15. Mai 1926 in Duisburg; † 22. September 2025 in München) war ein deutscher Diplomat. Er war Botschafter in Trinidad und Tobago, Togo und Island.

Leben

Haferkamp legte im Jahr 1944 das Abitur ab. Er studierte in Bonn und Oxford Rechtswissenschaft und Philosophie.[1]

Er war verheiratet und starb im Alter von 99 Jahren am 22. September 2025 in München.[2]

Laufbahn im Auswärtigen Dienst

Haferkamp trat im Jahr 1952 als Angehöriger des 4. Attachélehrgangs der Bundesrepublik Deutschland in den Auswärtigen Dienst ein.[3]

Nach der Laufbahnprüfung hatte er seinen ersten Einsatz 1954 als Protokollreferent an der Botschaft Brüssel. Zurück in Bonn wurde er 1955 dem Referat „Fremde Missionen“ im Protokoll zugeteilt, woran sich 1957 eine Verwendung im Informationsreferat der damaligen Länderabteilung des Auswärtigen Amts anschloss.

Der nächste Auslandsposten führte Haferkamp 1958 als Referent für Presse- und Kultur an die Botschaft La Paz. Anschließend wurde er 1961 ständiger Vertreter des Leiters des Generalkonsulats Lille/Frankreich, von wo aus er 1963 der Botschaft Paris als Kulturreferent zugeteilt wurde.

Eine erneute Verwendung in der Zentrale des Auswärtigen Amts 1967 bestand in der Tätigkeit eines Referenten für außenpolitische Fragen der wissenschaftlich-technischen Entwicklung. 1968 wurde er mit der stellvertretenden Leitung des Referats für das Vereinigte Königreich und das Commonwealth betraut.

Haferkamp wurde 1970 als Botschafter in Trinidad und Tobago die Leitung der Botschaft Port-of-Spain übertragen. Von dort wechselte er 1974 als Botschafter nach Togo, wo er die Botschaft Lomé leitete.

Mit Rückkehr in die Zentrale nach Bonn oblagen ihm ab 1976 die kulturellen Beziehungen im Rahmen des europäisch-arabischen Dialogs und anschließend ab 1977 Fragen der Luftsicherheit. Er übernahm 1979 die Leitung des Referats für West- und Zentralafrika.

Im Jahr 1983 wurde Haferkamp als ständiger Vertreter des Leiters an die Botschaft Kopenhagen entsandt. Auf seinem letzten Posten war er ab 1985 Botschafter in Island und leitete die Botschaft Reykjavik. Dort trat er mit Erreichen der Altersgrenze 1991 in den Ruhestand.[4]

Ehrenamt

Von 1992 bis 2003 hatte Haferkamp das Amt des Präsidenten der Deutsch-Isländischen Gesellschaft (DIG) inne.[5]

Einzelnachweise

  1. Who’s Who Deutschland 1992/93, zitiert im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
  2. Traueranzeige. In: FAZ. Oktober 2025, abgerufen am 15. Oktober 2025.
  3. Deutsche Geschichte mitgeschrieben. In: Kölnische Rundschau. 21. Juni 2012, abgerufen am 15. Oktober 2025.
  4. Offizieller Nachruf des Auswärtigen Amts, Berlin, 10. Oktober 2025, Ref. 102-S / 1-B-1 (101-SP)
  5. Carsten Mennenöh: Geschichte. In: Deutsch-Isländische Gesellschaft. Abgerufen am 15. Oktober 2025.