Hans Grillmeier
Johann Andreas „Hans“ Grillmeier (* 4. Juni 1933 in Waldsassen) ist ein ehemaliger Generalmajor der Bundeswehr. Er war zuletzt Kommandeur der 2. Panzergrenadierdivision des Heeres der Bundeswehr.[1]
Leben
Hans Grillmeier begann die Offiziersausbildung 1954 im Bundesgrenzschutz. Er wurde 1956 in die Bundeswehr übernommen und noch im gleichen Jahr zum Leutnant befördert.[1] Von 1957 bis 1964 durchlief er im Grenadierbataillon 14 / Panzergrenadierbataillon 122 in Amberg beziehungsweise Oberviechtach verschiedene Verwendungen, zuletzt als Chef einer Panzergrenadierkompanie. 1964 wurde er für die Generalstabsausbildung ausgewählt.[1]
Von 1964 bis 1966 war er Teilnehmer des 7. Generalstabslehrgangs des Heeres an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. Danach die beiden ersten Generalstabsverwendungen im Stab des II. Korps in Ulm (1966–1968) und in der Panzerbrigade 12 in Amberg (1968–1971).[2]
Von 1971 bis 1973 führte er das Jägerbataillon 102 in Bayreuth, um danach für zwei Jahre als Hörsaalleiter und Dozent für Truppenführung an die Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg zurückzukehren.[1] Nach dem Einsatz von 1975 bis 1977 als Chef des Divisionsstabes der 11. Panzergrenadierdivision in Oldenburg folgte von 1977 bis 1980 die erste Verwendung im Verteidigungsministerium in Bonn als Referatsleiter für die Grundlagen der Organisation des Heeres.
Ab 1980 wurde ihm das Kommando über die Panzerbrigade 29 in Sigmaringen übertragen. Mit der Beförderung zum Brigadegeneral folgte von 1981 bis 1984 eine neue Verwendung im Verteidigungsministerium in Bonn als Stabsabteilungsleiter für die Organisation der Bundeswehr.[1]
Im Jahr 1984 zum Generalmajor befördert, wurde er als Leiter der Abteilung Kampftruppen in das Heeresamt in Köln versetzt. Damit war er verantwortlich für die Organisation, Ausbildung und Einsatzbereitschaft der Kampftruppen des Heeres. In Doppelfunktion war er gleichzeitig als General der Kampftruppen der Vorgesetzte der fünf Schulen der Kampftruppen.[1]
Im Jahr 1987 übernahm er das Kommando über die in Nordhessen und Südniedersachsen stationierte 2. Panzergrenadierdivision mit Kommandositz in Kassel. Unter seiner Leitung fand im gleichen Jahr in Nordhessen die Übung "Sichere Festung" mit über 13.000 deutschen und amerikanischen Soldaten und 240 Kampfpanzern statt.
Die Übung wurde erstmals nach den 1986 im Rahmen der KSZE beschlossenen gegenseitigen vertrauens- und sicherheitsbildenden Maßnahmen von einem Inspektionsteam der DDR offiziell beobachtet. Nach der Wiedervereinigung wirkte seine Division mit bei der Übernahme der im Raum Erfurt stationierten 4. motorisierten Schützendivision der Nationalen Volksarmee der DDR in die Bundeswehr.[1]
Nach dreieinhalb Jahren in der Verantwortung für diesen Großverband des Heeres ging die Dienstzeit von Generalmajor Hans Grillmeier im März 1991 zu Ende.[1]
Auszeichnungen
- 1981: Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold[1]
- 1983: Bundesverdienstkreuz am Bande[1]
- 1987: Bundesverdienstkreuz I. Klasse[1]
- 1990: Hessischer Verdienstorden[3]
Einzelnachweise
- ↑ a b c d e f g h i j k Dermot Bradley, Heinz-Peter Würzenthal, Hansgeorg Model: Die Generale und Admirale der Bundeswehr 1955-1997: die militärischen Werdegänge (= Deutschlands Generale und Admirale. T. 6b-). Biblio, Osnabrück 1998, ISBN 978-3-7648-2492-1.
- ↑ Klaus Hüttker: Gedanken zur Neuausrichtung der Führungsakademie der Bundeswehr. In: Streitkräftemanagement. Springer Fachmedien Wiesbaden, Wiesbaden 2014, ISBN 978-3-658-05237-9, S. 213–220, doi:10.1007/978-3-658-05238-6_13.
- ↑ Hans-Hermann Schild: Gesetzentwurf der Hessischen Landesregierung zur Änderung des Hessischen Datenschutzgesetzes. In: JurPC. 1998, ISSN 1615-5335, S. 14–14, doi:10.7328/jurpcb/1998138121.