Hans Bernhard von Biesenroth

Hans Bernhard von Biesenroth (* 1727; † 28. Juli 1796 in Kassel) war Hessen-kasselscher Generalleutnant und Gouverneur von Kassel.

Leben

Hans Bernhard von Biesenroth entstammte dem sächsischen Adelsgeschlecht Biesenrodt[1] und war ein Sohn des hessischen Obristlieutenants Hans Hermann von Biesenroth und dessen Ehefrau Christina von Stahren. Wie sein Vater entschied er sich für eine militärische Laufbahn und kam in die Hessen-kasselsche Armee. Diese kämpfte im Siebenjährigen Krieg an der Seite Preußens und dem Königreich Großbritannien gegen die alliierten Truppen des Heiligen Römischen Reiches. 1759 waren Biesenroths Truppenteile in Kursachsen, das auf der Seite der Truppen des Heiligen Römischen Reiches am Krieg teilnahm, eingesetzt und in die Kämpfe verwickelt. 1763 war die „2. Garde“ an allen Feldzügen der alliierten Armee in Deutschland beteiligt. 1784 wurde er als Generalmajor Kommandeur des 2. Bataillons des Leibgarde-Regiments Hessen-Kassel und erhielt 1789 das Kommando über die beiden Bataillone des Regiments und war zugleich Stadtkommandant in Kassel. Im Oktober 1792 besetzten französische Truppen unter General Custine Frankfurt am Main. Biesenroth und seine Soldaten befreiten die Stadt im Dezember gemeinsam mit preußischer Unterstützung. 1796 starb er als Generalleutnant und Stadtkommandant in Kassel[2].

Auszeichnungen

  • 23. Mai 1772 Orden Pour la vertu militaire[3]
  • 2. Dezember 1792 Orden Pour la vertu militaire I. Klasse (in Anerkennung seiner Leistungen bei der Befreiung Frankfurts)

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Johann Friedrich Seyfarth: Geschichte des seit 1756 in Deutschland und dessen angränzenden Ländern geführten Krieges... 1765 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. Kurhessisches Armeekorps 1803-1806, 1809 1813-1866 Digitalisat
  3. Hochfürstl.-Hessen-Casselischer Staats- und Adreß-Calender 1781. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).