Hans-Werner Kratzsch
Hans-Werner Kratzsch (* 23. Dezember 1946 in Piegel[1]) ist ein deutscher Holzkünstler.
Leben und Werk
Kratzsch absolvierte von 1963 bis 1965 eine Lehre als Zimmermann. Er leistete Wehrdienst bei der NVA und studierte von 1969 bis 1982 bei Karl Eckstein in der Fachrichtung Holzgestaltung an der Fachschule für angewandte Kunst Schneeberg. Seitdem arbeitet er als freischaffender Holzkünstler. Er war bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR und in der Zeit der DDR auf mehreren Ausstellungen vertreten, u. a. 1977/1978 und 1987/1988 in Dresden auf der VIII. und X. Kunstausstellung der DDR. Auch nach der deutschen Wiedervereinigung hatte er im In- und Ausland Ausstellungen. 1978 unternahm er eine Studienreise in die UdSSR.
Er lebt und arbeitet mit seiner Ehefrau, der Textilkünstlerin Heidrun Kratzsch (* 1954), in Neuenkirchen-Sylvin. Im öffentlichen Raum bei der Internationalen Naturschutzakademie auf der Insel Vilm befinden sich Plastiken Kratzschs.
Selbstreflektion
„Ich versuche die hölzernen Objekte von traditionellen Gebrauchsfunktionen zu lösen und sie selbst zum Ausdruckträger werden zu lassen. In Ihnen sehe ich formelle Gestaltungslösungen, welche visuell erlebbar sind, speziell im Bereich der Oberfläche, welche die Form baut, den sie umgebenden Raum bestimmt und den Charakter der Gestaltlösung bezeichnet. Einzelne Kompositionen werden in Gruppen oder Pendant zueinander in Beziehung gesetzt. Das Holz tastbar und visuell erlebbar zu machen, hier sehe ich mein Thema.“
Beispiele für Holzarbeiten
- Zwei Gefäße (Platane bzw. Kiefer, gedrechselt; auf der VIII. Kunstausstellung der DDR)[2][3]
- Zwei Stuhlplastiken (1986, Massivholz, geschnitten, gebeizt, gewachst; 150 × 50 × 60 bzw. 120 × 50 × 60; auf der VIII. Kunstausstel-lung der DDR)[4]
- Spielkrokodil (1980; mit Jörg Beier)
Literatur
- Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 478