Hans-Peter Huber-Jacquemot

Hans-Peter Huber-Jacquemot (* 2. August 1901 in Salzburg (Österreich); † 5. August 1974 ebd.) war ein österreichischer Organist und Komponist.

Leben

Hans-Peter Huber-Jacquemot kam aus einem musikalischen Elternhaus und studierte am Mozarteum unter Franz Sauer (Orgel) und Friedrich Frischenschlager (Komposition und Musiktheorie). Danach wechselte er an die Musikakademie und vervollständigte seine Studien unter Franz Schmidt (Komposition) und Robert Heger (Kapellmeisterklasse). Danach arbeitete Huber-Jacquemot zuerst als Kinoorganist, bevor er 1938 die Stelle als Organist an der Kathedrale von Guatemala-Stadt antrat.[1] Dort spielte er auch das Eröffnungskonzert für die neu eingebaute Walcker-Orgel. 1942 gab Guatemala seine neutrale Position im Konflikt des Zweiten Weltkriegs auf und orientierte sich auf die Seite der Alliierten. Daher mussten alle Deutschen und Österreicher das Land verlassen[2] und so kehrte Huber-Jacquemot im Juli 1942 zurück nach Österreich. Bis 1945 lebte er in Klagenfurt und lehrte Klavier, Orgel und Musiktheorie am Grenzlandkonservatorium. 1945 kehrte er nach Salzburg zurück.

Insbesondere in den 1930er Jahren war Hans-Peter Huber-Jacquemot neben seiner Organistentätigkeit ein aktiver Komponist und seine Werke wurden in Konzerten und im Radio[3] gespielt. Unter seinen Werken befinden sich 3 Streichquartette, eine Violinsonate, eine Sonatine für Flöte und Klavier, ein Klavierquintett, der Kinderlieder-Zyklus Klein Irmchen auf Texte von Christian Morgenstern, ein Weihnachtslieder-Zyklus[4] sowie etliche weitere Lieder und Werke für Orgel. Eines seiner Lieder wurde 1935 für die Sammlung Neues Liedschaffen aus Österreich ausgewählt und von der Universal Edition veröffentlicht.[5]

Der Zusatz Jacquemot ist ein Künstlername, den Hans-Peter Huber (so der bürgerliche Name) Mitte der 1930er Jahre annahm.

Einzelnachweise

  1. Stuttgarter NS-Kurier : Gauorgan der NSDAP : Stuttgarter neues Tagblatt - Deutsches Zeitungsportal. In: deutsche-digitale-bibliothek.de. Abgerufen am 14. Oktober 2025.
  2. ANNO, Salzburger Zeitung, 1943-06-01, Seite 2. In: anno.onb.ac.at. Abgerufen am 14. Oktober 2025.
  3. ANNO, Die Stunde, 1937-08-12, Seite 6. In: anno.onb.ac.at. Abgerufen am 14. Oktober 2025.
  4. ANNO, Salzburger Chronik für Stadt und Land, 1935-12-02, Seite 6. In: anno.onb.ac.at. Abgerufen am 14. Oktober 2025.
  5. Neues Liedschaffen aus Österreich : eine Sammlung neuer Lieder österreichischer Komponisten : für Gesang und Klavier | WorldCat.org. In: worldcat.org. Abgerufen am 14. Oktober 2025.