Hans-Konrad Bromeis

Hans-Konrad Bromeis (* 5. Juli 1937 in Tübingen) ist ein Generalmajor außer Dienst des Heeres der Bundeswehr.

Leben

Bromeis trat am 16. April 1958 in die Bundeswehr ein, diente im Panzergrenadierbataillon 25 in Koblenz und absolvierte die Offizierausbildung, in deren Rahmen er vom April bis Dezember 1959 an der Heeresoffizierschule II in Hamburg war, von Januar bis März 1960 den Fähnrich-Lehrgang an der Infanterieschule in Hammelburg und von März bis Juni 1960 an der Panzertruppenschule in Munster absolvierte. Von Juli 1960 bis März 1964 war er Zugführer eines schweren Maschinengewehr-Zugs im Panzergrenadierlehrbataillon 92 in Munster und von April 1964 bis März 1968 Kompaniechef in jenem Bataillon.

Von 1968 bis 1972 absolvierte Bromeis den 11. Generalstabslehrgang Heer an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg, wo er zum Offizier im Generalstabsdienst ausgebildet wurde. Anschließend war er von Oktober 1970 bis Februar 1972 Generalstabsoffizier für Planung, Ausbildung und Organisation (G 3) im Stab der 7. Panzerdivision in Unna. Danach besuchte er von März 1972 bis Juni 1974 die École de guerre der belgischen Streitkräfte in Brüssel und war ab Juli 1974 G 3 Operationen im Hauptquartier der Northern Army Group der NATO in Mönchengladbach, bevor er im Oktober 1976 G 3 der 3. Panzerdivision in Buxtehude wurde. Ab Oktober 1978 war er Hörsaalleiter und Dozent für Truppenführung an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg und wurde im Oktober 1980 stellvertretender Brigadekommandeur der Panzerbrigade 33 in Celle. Von Januar 1983 bis März 1984 besuchte er das Royal College of Defence Studies in London und wurde danach Referatsleiter III 6 im Führungsstab der Streitkräfte im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn. Es folgte ab April 1986 eine Verwendung als Brigadekommandeur der Heimatschutzbrigade 55 in Böblingen.

Ab April 1989 war Bromeis stellvertretender Befehlshaber und Chef des Stabes des Territorialkommandos Nord in Mönchengladbach. Mit der deutschen Wiedervereinigung wurde er ab dem 3. Oktober 1990 Divisionskommandeur der von der Nationalen Volksarmee übernommenen 1. Mot.-Schützendivision in Potsdam mit dem Auftrag, diese zu einer Heimatschutzbrigade umzugliedern. Im April 1991 wurde er stellvertretender Kommandierender General und Kommandeur Unterstützungstruppen des Korps / Territorialkommandos Ost in Potsdam. In seiner letzten Verwendung war er ab August 1993 Assistant Director Operation Division im Internationalen Militärstab der NATO in Brüssel. Mit Ablauf des September 1997 wurde er in den Ruhestand versetzt.[1]

Bromeis ist evangelisch, verheiratet und hat eine Tochter sowie zwei Söhne. Er wohnt in Celle.[2]

Auszeichnungen

Siehe auch

Literatur

  • Dermot Bradley, Heinz-Peter Würzenthal, Hansgeorg Model: Die Generale und Admirale der Bundeswehr 1955–1997 – Die militärischen Werdegänge (= Dermot Bradley [Hrsg.]: Deutschlands Generale und Admirale. Teil VIb). Band 1, Adam – Fuhr. Biblio-Verlag, Osnabrück 1998, ISBN 978-3-7648-2492-1, S. 255–256.
  • Manfred Sadlowski (Hrsg.): Handbuch der Bundeswehr und der Verteidigungsindustrie 1985/1986. Bernard & Graefe, Bonn 1985, ISBN 3-7637-5285-4, S. 34.

Einzelnachweise

  1. Clemens Range: Die geduldete Armee: 50 Jahre Bundeswehr. Translimes Media, Berlin 2005, ISBN 978-3-00-015382-2, S. 270.
  2. Hans-Konrad Bromeis. In: opendi.de. 29. Mai 2012, abgerufen am 24. Dezember 2025.