Hans-Friedrich Grützmacher

Hans-Friedrich Grützmacher (* 4. April 1932 in Hamburg; † 23. September 2025) war ein deutscher Chemiker und Hochschullehrer (Organische Chemie) an der Universität Bielefeld.

Werdegang

Grützmacher studierte Chemie an den Universitäten Göttingen und Hamburg. Betreuer seiner Dissertation (Titel der Dissertation: Sterische und induktive Effekte bei der Darstellung und Hydrolyse von Polypeptiden) war Kurt Heyns. 1967 habilitierte sich Grützmacher an der Universität Hamburg über Die Massenspektren von acetylierten Peptiden und ihre Verwendung zur Bestimmung der Aminosäuresequenz. 1973 wurde er in Hamburg zum Wissenschaftlichen Rat und Professor ernannt, lehnte aber die Berufung zum Professor H3 ab. Im selben Jahr nahm er den Ruf als ordentlicher Professor H4 auf den Lehrstuhl Organische Chemie I an der gerade gegründeten Universität Bielefeld an und blieb dort bis zu seiner Emeritierung (1997).[1]

Er war von 1973 bis 1975 Vorsitzender der Fachbereichskommission Chemie und Gründungsmitglied des Senats und von 1975 bis 1980 Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs der Universität Bielefeld. Nebenbei war er langjähriges Jurymitglied des Nachwuchswettbewerbs „Jugend forscht“ auf Bundesebene.[1]

Forschung

Grützmacher war ein begeisterter Grundlagenforscher und beschäftigte sich schon sehr früh mit der noch jungen Methodik der Massenspektrometrie. In seiner Gruppe wurden zahlreiche isotopenmarkierte und/oder stereoisomere Modellverbindungen synthetisiert und deren Ionisierung und Reaktivität im Vacuum massenspektrometrisch untersucht und systematisch interpretiert.[1]

Auszeichnungen und weitere Aktivitäten

  • Mitbegründer und Chairman des European Journal of Mass Spectrometry.

Einzelnachweise

  1. a b c d Dietmar Kuck: Hans-Friedrich Grützmacher (1932–2025) In: Nachrichten aus der Chemie 74, Januar 2026, S. 79.