Hans-Albert Dithmer

Hans-Albert Ludwig Dithmer (* 1. September 1907 in Rostock; † 24. April 1992 in Hamburg)[1] war ein deutscher Maler, Bühnenbildner und Buchillustrator.

Leben

Dithmer war ein Sohn des Polizeileutnants Ludwig Karl Sophus Heinrich Dithmer (1867 – 3. Oktober 1943) und seiner Ehefrau Anna-Maria Charlotte Friederike Luise (geborene Strecker; nach 1943).[2] Bereits vor Ende des Zweiten Weltkriegs arbeitete er als Bühnenmaler für die Komödie in Wien, Bühnen in den Niederlanden sowie andere Theater. Er war 1938 mit einem Bühnenbild auch bei einem Gastspiel der Niederdeutschen Bühne an den Festvorstellungen im Rahmen der Reichstheatertage der Hitlerjugend im Deutschen Volkstheater in Hamburg-Altona vertreten. Hier wurde unter der Leitung von Bruno Peyn die Bauernkomödie För de Katt von August Hinrichs aufgeführt.[3]

Im Jahr 1943 war er gemeinsam mit der Fotografin Leni Dithmer in der Rothenbaumchaussee Nr. 25 gemeldet.[4] Nach 1945 wurde er hauptsächlich bekannt durch seine Zusammenarbeit mit Hans Mahler für das Hamburger Ohnsorg-Theater, für das er über 500 Bühnenbilder schuf. Durch die zahlreichen Fernsehübertragungen der Komödien mit Heidi Kabel, Otto Lüthje und anderen Schauspielern waren seine Bühnenbilder häufig auch im Deutschen Fernsehen zu sehen. Dithmer arbeitete er als Szenenbild-Maler für Puppenfilme des NDR-Fernsehens.

Er restaurierte einige Bilder des Malers Thomas Herbst, der motivisch auch teilweise seine eigenen Bilder prägte.

Dithmer war seit dem 6. Januar 1937 mit der Fotografin Leni Griem[5] und anschließend mit Erika Kempf verheiratet.[6]

Werke (Auswahl)

Bühnenbilder

Illustrationen

  • Dieter Rohkohl: Fips mit der Angel. Hans Köhler Verlag, Hamburg 1952 (Illustrationen).
  • Arnold Risch: In Schule lustiges von Lehrern, Eltern und klugen Kindern. Hans Köhler Verlag, Hamburg 1957 (Titelzeichnung).

Gemälde

  • Heidi Kabel (zum 75. Geburtstag)
  • Hamburger Hafen Öl auf Leinwand
  • 2-Mast Bark und Schlepper in Hafenkulisse Öl auf Leinwand

Einzelnachweise

  1. Generalregister Sterbefälle Hamburg 1989–1992. (PDF) Ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 14. Februar 2024.@1@2Vorlage:Toter Link/www.hamburg.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche in Webarchiven)
  2. Standesamt Rostock, Geburtsregister 1907. In: ancestry.de. Archiv der Hansestadt Rostock, ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 14. Februar 2024 (Register 1176 / 1907).@1@2Vorlage:Toter Link/www.ancestry.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche in Webarchiven)
  3. Niederdeutsches Volkstum auf der Bühne der HJ. In: Posener Tageblatt – Aus Stadt und Land. 77. Jahrgang, Nr. 249, 30. Oktober 1938 (Textarchiv – Internet Archive).
  4. Reichstelefonbuch 1942. Paul Aug. Hoffmann K.G., 1942, S. 832 (Textarchiv – Internet Archive).
  5. Heiratsanzeige Hans-Albert Dithmer und Leni Griem. In: Hamdurger Fremdenblatt. Abend-Ausgabe Nr. 6, 6. Januar 1937, S. 4 (uni-hamburg.de PDF).
  6. Todesanzeige zu Ludwig Dithmer In: Hamburger Tageblatt. 15. Jahrgang, Nr. 249, 6. Oktober 1943 (uni-hamburg.de PDF).
  7. Adolf Kargel, Kurt Pfeiffer: Kultur in unserer Zeit. In: Litzmannstädter Zeitung mit dem amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Litzmannstadt. 26. Jahrgang, Nr. 56. Verlagsgesellschaft Libertas, Łódź 25. Februar 1943, rechte Spalte (Textarchiv – Internet Archive).