Hanns Egon Wörlen
Hanns Egon Wörlen (* 5. April 1915 in Marnheim; † 17. Februar 2014 in Passau[1]) war ein deutscher Architekt und Kunstmäzen.
Werdegang
Hanns Egon Wörlen wurde als Sohn von Georg Philipp Wörlen und dessen Ehefrau Margarete Wörlen geboren. Im Alter von fünf Jahren kam er mit seinen Eltern nach Passau. Er studierte bis 1939 Architektur an der TH München und wurde kurz danach eingezogen und nahm als Soldat am Zweiten Weltkrieg teil. Gegen Ende des Krieges geriet er in britische Kriegsgefangenschaft. 1947 kehrte er nach Passau zurück und ließ sich dort als freischaffender Architekt nieder. In seiner Arbeit setzte er sich im Rahmen der Altstadtsanierung nachhaltig für die Erhaltung der historischen Altstadt von Passau ein.
Neben seinem beruflichen Schaffen engagierte Wörlen sich früh für das kulturelle Leben der Stadt. Ab 1947 trat er als Förderer der Künstlervereinigung Donau-Wald-Gruppe auf. 1949 war er Mitbegründer des Kunstvereins Passau, dem er zeit seines Lebens in verschiedenen Funktionen – ab 1987 auch als dessen Präsident – eng verbunden blieb.
Die bedeutendste Bereicherung der Passauer Kulturlandschaft leistete er im Juni 1990 mit der Stiftung des Museums Moderner Kunst.
Seine letzte Ruhestätte befindet sich auf dem Friedhof von St. Korona im Passauer Ortsteil Patriching.[2]
Bauwerke
- 1957: St. Johannes, Passau-Grubweg
- 1958: Auferstehungskirche, Regen
- 1958–59: Dreieinigkeitskirche, Tann
- 1963: St. Johannes, Bodenmais
- 1973–75: Bauleitung der St. Martin, Miltach (Entwurf: Karl Habermann)
- 1988–90: Sanierung Bräugasse 17 zu Museum Moderner Kunst, Passau
Ehrungen und Auszeichnungen
- 1974: Kultureller Ehrenbrief der Stadt Passau
- 1977: Bundesverdienstkreuz
- 1980: Bayerische Denkmalschutzmedaille
- 1992: Deutscher Preis für Denkmalschutz
- 1994: Ehrenbürger der Stadt Passau
- 1995: Kulturmedaille des Landes Oberösterreich
- 1995: Ehrenmitglied des Kunstvereins Passau
- 1995: Bayerischer Verdienstorden
- 2003: Kulturpreis Ostbayern der E.ON Bayern AG
- 2004: Kulturpreis des Landkreises Passau
- 2007: Großes Verdienstkreuz
- St. Johannes ist Baudenkmal von Passau[3]
- Dreieinigkeitskirche ist Baudenkmal von Tann[4]
Sein Name steht auf dem Ehrenmal der Stadt Passau auf dem Innstadtfriedhof.
Quellen
- Martin Ortmeier, Hanns Georg Wörlen zu Ehren. In: Passauer Kunst Blätter Nr. 50 (2-2012), S. 2–4
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Nachruf der Stadt Passau ( des vom 5. August 2018 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ knerger.de: Das Grab von Hanns Egon Wörlen
- ↑ DenkmalAtlas 2.0. Abgerufen am 29. November 2025.
- ↑ DenkmalAtlas 2.0. Abgerufen am 29. November 2025.