Hanna Stolten
Hanna Stolten (* 17. Dezember 1888 in Hamburg; † 24. Dezember 1942 ebenda) war eine deutsche Frauenrechtlerin, Politikerin und Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft.
Leben
Hanna Stolten stammte aus einer Arbeiterfamilie und hatte eine Schwester. Mit ihrer Schwester Olga lebte sie nach den Tod der Eltern in einem gemeinsamen Haushalt. Ihre Schwester Olga (1885–1974) arbeitete als Hausangestellte und hatte ein Kind. Gemeinsam gehörten sie 1920 zu den Mitgründerinnen der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Hamburg. Olga Stolten übernahm in der AWO das Amt der Frauensekretärin und war im Bezirksvorstand der Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) Hamburg.[1]
Hanna Stolten war gelernte Verkäuferin und arbeitete als Fürsorgerin in der Jugendbehörde. Gemeinsam mit ihrer Schwester Olga führte sie von 1933 bis 1942 einen Zeitungskiosk. Von 1930 bis 1933 gehörte sie dem Vorstand der AWO an und war von 1926 bis 1933 Erste Vorsitzende der Fachgruppe sozialistischer Fürsorgerinnen der Hamburger AWO. Ihre Schwester Olga war von 1919 bis 1925 Frauenleiterin des SPD-Distrikts Barmbek. Hanna Stolten war 1925 und Olga Stolten 1927 Delegierte der SPD auf dem Reichsparteitag und der Reichsfrauenkonferenz. Hanna Stolten gehörte für die SPD von 1927 bis 1932 der Hamburgischen Bürgerschaft an.
Hanna Stolten starb am 24. Dezember 1942 in Hamburg.
Ehrungen
Gemeinsam mit ihrer Schwester Olga, die am 20. Dezember 1974 starb, wird an sie auf der Erinnerungsspirale im Garten der Frauen auf dem Friedhof Ohlsdorf gedacht.[2]
Hanna Stolten wurde in Hamburg mit einem Frauenort geehrt.
Einzelnachweise
- ↑ Hanna Stolten, Hamburg-Frauenbiografien.de, abgerufen am 25. Oktober 2025
- ↑ Erinnerungsspirale. In: garten-der-frauen.de. Abgerufen am 25. Oktober 2025.