Hanna Sikasa
Hanna Sikasa (* 31. Juli 1989 in Augsburg als Johanna Sikasa) ist eine deutsche Jazzmusikerin, Sängerin, Komponistin und Chorleiterin. Ihre Musik verbindet Einflüsse aus Jazz, Soul und Pop. 2017 erhielt sie den Kunstförderpreis der Stadt Augsburg.
Leben
Hanna Sikasa wuchs in Augsburg auf und besuchte von 1999 bis 2008 das Peutinger-Gymnasium, wo sie 2008 ihr Abitur ablegte.[1] Von 2009 bis 2013 studierte sie an der Hochschule für Musik Nürnberg Jazz-Gesang im künstlerischen Diplomstudiengang.[1] Während des Studiums war sie zwischen 2011 und 2013 Mitglied im Landesjugendjazzorchester Bayern. Beim bayerischen Landeswettbewerb „Jugend jazzt“ gewann sie sowohl in der Solo- als auch in der Ensemblewertung.[1]
Seit 2013 arbeitet Sikasa freischaffend als Musikerin und leitet ihr achtköpfiges Ensemble, das nach ihr benannt ist.[1]
Karriere
Sikasas Musik vereint Jazzharmonien mit Einflüssen aus Soul und Pop. Charakteristisch sind klare Melodien, detailreiche Arrangements und ein weicher, expressiver Gesang. Im Jahr 2017 wurde sie für ihre künstlerische Arbeit mit dem Kunstförderpreis der Stadt Augsburg ausgezeichnet.[2]
2018 erhielt Sikasa eines der Musikstipendien der Landeshauptstadt München, vergeben von der Orlandus-Lassus-Stiftung, die herausragende Nachwuchsmusikerinnen und -musiker fördert.[3] Im selben Jahr startete sie das Projekt „12 Monate – 12 Solokonzerte“, bei dem sie ihre Stücke in reduzierter Form – nur mit Stimme und Klavier – aufführte.[4]
Im April 2019 erschien ihr Debütalbum Origin, das mithilfe des Münchner Musikstipendiums realisiert wurde. Am 4. August 2023 veröffentlichte sie beim Label GLM Music ihr zweites Album Sequel, an dem neben ihrer Stammband auch das Leopold-Mozart-Streichquartett aus Augsburg beteiligt war.[5]
Neben ihrer Tätigkeit als Sängerin arbeitet Sikasa als Chorleiterin und Dozentin. Sie gibt regelmäßig Chor- und Gesangsworkshops in Süddeutschland und leitet in München einen Pop- und Jazzchor.[6] Darüber hinaus leitet sie den Grand Choir am Grandhotel Cosmopolis in Augsburg, ein inklusives Chorprojekt, das musikalische und soziale Arbeit verbindet.[7]
Rezeption
Das Debütalbum Origin wurde in der Presse positiv besprochen. Die Süddeutsche Zeitung schrieb 2019 über das Werk: „Eingängige Melodien, aber komplex gesungen und arrangiert, mit poppiger Klarheit, jazzigem Timbre und poetischen, manchmal fast hypnotischen Texten.“[8]
Auch ihr Nachfolgealbum Sequel (2023) erhielt Anerkennung. Das Musikmagazin Flyctory.com lobte die Verbindung aus Jazz und Soul sowie die „klangliche Wärme und erzählerische Geschlossenheit“ des Albums.[9]
Diskografie
- Origin (2019, Eigenveröffentlichung, digital und Vinyl)
- Sequel (2023, GLM Music)
Preise und Auszeichnungen
- 2012: 1. Platz beim Landeswettbewerb „Jugend jazzt Bayern“ (Solo & Ensemble)[1]
- 2017: Kunstförderpreis der Stadt Augsburg[2]
- 2018: Musikstipendium der Landeshauptstadt München[3]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ a b c d e Stadt Augsburg: Kunstförderpreis 2017 – Biografien der Preisträgerinnen und Preisträger (PDF), S. 6 f., abgerufen am 6. Oktober 2025.
- ↑ a b Stadt Augsburg: Pressemitteilung zum Kunstförderpreis 2017, 19. Oktober 2017.
- ↑ a b Orlandus-Lassus-Stiftung: „Musikstipendien 2018 der Landeshauptstadt München vergeben“, 16. September 2018. [1]
- ↑ Kresslesmühle Augsburg: Konzertankündigung „Femme Jam mit Hanna Sikasa“, 2018. [2]
- ↑ GLM Music: Produktseite Hanna Sikasa – Sequel. [3]
- ↑ Hanna Sikasa – Chorarbeit und Workshops, offizielle Website, abgerufen am 6. Oktober 2025. [4]
- ↑ Grandhotel Cosmopolis – Projekte, Grand Choir, abgerufen am 6. Oktober 2025.
- ↑ Oliver Hochkeppel: „Vom Ohr zum Kopf zum Herz“. Süddeutsche Zeitung, 12. April 2019 (Archivlink, abgerufen am 6. Oktober 2025).
- ↑ Flyctory.com: Review „Hanna Sikasa – Sequel“, 5. August 2023. [5]