Hanauisches Eck

Hanauisches Eck
Felsformation auf dem Berg
Höhe 313,1 m ü. NHN
Lage Rodalben
Gebirge Pfälzerwald, Gräfensteiner Land
Dominanz 0,6 km → Hinterer Rappenkopf (360 m)[1]
Koordinaten 49° 14′ 17″ N, 7° 40′ 8″ O
Gestein Buntsandstein

Das Hanauische Eck ist ein 313,1 Meter hoher Berg im Pfälzerwald.

Geographie

Lage und Beschaffenheit

Der Berg liegt im Gräfensteiner Land auf der Gemarkung der Stadt Rodalben und enthält eine ebenfalls „Hanauisches Eck“ genannte Felsformation.[2][3] Südwestlich erstreckt sich der Stadtteil Neuhof. Nördlich und östlich wird er von der Rodalb umflossen, die in diesem Bereich von rechts den Hohlbach und den Dreiweiherbach aufnimmt.

Naturräumliche Zuordnung

  1. Großregion 1. Ordnung: Schichtstufenland beiderseits des Oberrheingrabens
  2. Großregion 2. Ordnung: Pfälzisch-saarländisches Schichtstufenland
  3. Großregion 3. Ordnung: Pfälzerwald
  4. Region 4. Ordnung (Haupteinheit): Mittlerer Pfälzerwald
  5. Region 5. Ordnung: Gräfensteiner Land

Geschichte

Der Name des Berges ist darauf zurückzuführen, dass er einst zur Grafschaft Hanau-Lichtenberg gehörte und wie ein Keil in das Amt Gräfenstein hineinragte.[4] Im 18. Jahrhundert entstand an seinem Südwestfuß die – genau wie der Berg – damals zu Pirmasens gehörende Siedlung Neuhof. Im Juni 1969 wurde diese zusammen mit dem Berg nach Rodalben umgemeindet.[5] Die Bebauung von Neuhof entwickelte sich ab Ende der 1980er Jahre in die Richtung der Südwestflanke des Berges.[6] Ein Teil des vorgesehenen Geländes wurde jahrzehntelang von der Organisation Pro Seniore blockiert, die dort ursprünglich Möglichkeiten für Betreutes Wohnen schaffen wollte, 2025 jedoch endgültig davon absah.[7] Damit einhergehend wurde der Bebauungsplan geändert, sodass dort Bauplätze für Wohnhäuser geschaffen werden.[8]

Verkehr

Die Landesstraße 497 führt in einer Schlaufe nördlich und östlich um den Berg herum. Die Bahnstrecke Landau–Rohrbach unterquert ihn durch den Neuhof-Tunnel.[9]

Wanderwege

Über den Berg verlaufen der Rodalber Felsenwanderweg und ein Wanderweg, der mit einem grün-gelben Balken markiert ist und der von Kirchheimbolanden nach Hirschthal führt.[10][11]

Commons: Am Hanauischen Eck (Rodalben) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Hanauisches Eck 313 m. In: deine-berge.de. 26. November 2025, abgerufen am 26. November 2025.
  2. Hanauisches Eck. In: felsenwanderweg.de. 29. November 2025, abgerufen am 29. November 2025.
  3. Felsformation Hanauisches Eck. In: komoot.com. 29. November 2025, abgerufen am 29. November 2025.
  4. Hermann Lutz, Vinzenz Bernhard: Der Neuhof - seit 1969 Stadtteil von Rodalben. In: Stadt Rodalben (Hrsg.): 750 Jahre Gräfensteiner Land 1237–1987. Mit der Geschichte von Rodalben. Adolf Deil KG, Pirmasens 1987, ISBN 3-926562-00-5, S. 339.
  5. Hermann Lutz, Vinzenz Bernhard: Der Neuhof - seit 1969 Stadtteil von Rodalben. In: Stadt Rodalben (Hrsg.): 750 Jahre Gräfensteiner Land 1237–1987. Mit der Geschichte von Rodalben. Adolf Deil KG, Pirmasens 1987, ISBN 3-926562-00-5, S. 344.
  6. Vinzenz Bernhard, Wilhelm Seither: Die bauliche Entwicklung der Stadt Rodalben. In: Stadt Rodalben (Hrsg.): 750 Jahre Gräfensteiner Land 1237–1987. Mit der Geschichte von Rodalben. Adolf Deil KG, Pirmasens 1987, ISBN 3-926562-00-5, S. 319.
  7. Bebauung im Hanauischen Eck in Rodalben: Stilles Verharren bringt nicht weiter. In: rheinpfalz.de. 20. Juli 2025, abgerufen am 29. November 2025.
  8. Bauplätze im Hanauischen Eck? In: rheinpfalz.de. 20. Juli 2025, abgerufen am 29. November 2025.
  9. Bilder der Strecke: 3450 (KBS 674, 675 / KBS 280). In: eisenbahn-tunnelportale.de/. 29. November 2025, abgerufen am 29. November 2025.
  10. Waymarked Trails: Wanderwege. In: hiking.waymarkedtrails.org. 26. November 2025, abgerufen am 26. November 2025.
  11. Rodalber Felsenwanderweg: Östlicher Rundweg zum Hanauisches Eck. In: komoot.com. 29. November 2025, abgerufen am 29. November 2025.