Hammerles

Hammerles ist ein Gemeindeteil des Marktes Parkstein und eine Gemarkung im Landkreis Neustadt an der Waldnaab (Oberpfalz, Bayern).

Geographie

Das Dorf Hammerles liegt beidseits der Schweinnaab eineinhalb Kilometer westlich des Ortskerns von Parkstein.

Die Gemarkung Hammerles (094308) hat eine Fläche von etwa 682[1] Hektar und liegt vollständig im Gemeindegebiet von Parkstein. Auf ihr liegen die Parksteiner Gemeindeteile Hammerles, Grünthal, Hagen, Neumühle, Niederndorf, Pinzenhof, Polier, Scharlmühle und Sogritz.

Geschichte

Um 1309 wird „der Hamer vnder Parkstain“ urkundlich erwähnt. 1416 ist von der „Mül zum Hämerlein“ in einer Urkunde des Landrichteramts Parkstein die Rede.[2] Das abgegangene Hammerschloss Hammerles hatte spätestens seit dieser Zeit die niedere Gerichtsbarkeit inne sowie den kleinen Wildbann; die hohe Gerichtsbarkeit stand dem Amt Parkstein zu.

Der Eisenhammer wird 1619 nicht mehr erwähnt. Während des Krieges wurden 1631 dem Besitzer Johann Sebastian Zereyss 100 Schafe von kaiserlichen Reitern weggenommen. Er musste 1636 „wegen Kriegsnoth“ nach Parkstein fliehen und um Landsassenschutz suchen. Das Gut hatte aber den Krieg leidlich überstanden und Zereyss blieb bis 1659 der Besitzer. Die Gerichtsbarkeit der Gutsinhaber von Hammerles ist mit dem Kauf durch Johann Prechtl 1796 erloschen.[3]

Mit dem Zweiten Gemeindeedikt entstanden 1818 die Ruralgemeinden Schwand (mit Dorfhammerles) und Oed (mit Guthammerles).

Die Gemeinde Hammerles selbst entstand erst am 1. Mai 1950[4], gleichzeitig wurden die Orte Dorfhammerles und Guthammerles zum Dorf Hammerles vereinigt.

Die Gemeinde war eine Neubildung aus Teilen der Gemeinden Schwand (Dorfhammerles, Hagen, Neumühle, Niederndorf, Pinzenhof und Sogritz) und Parkstein (Guthammerles, Polier, Scharlmühle. Diese drei Orte bildeten bis zur Eingemeindung nach Parkstein 1946 einen Teil der Gemeinde Oed).[5] Die Gemeinde Hammerles hatte eine Fläche von 684[6] Hektar (1964) und umfasste die Gemeindeteile Hammerles, Grünthal, Hagen, Neumühle, Niederndorf, Pinzenhof, Polier, Scharlmühle und Sogritz.[7][6]

Die Gemeinde Hammerles wurde 1978 nach Parkstein eingemeindet.[8]

Kapellen

  • Dorfkapelle
  • Bruder-Konrad-Kapelle
Commons: Hammerles – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Gemarkung Hammerles. Abgerufen am 12. Juli 2022.
  2. Hammerles. In: Ortsnamen - Geschichte Bayerns. Abgerufen am 5. Oktober 2025.
  3. Otto Fürnrohr: Das ehemalige Landsassengut Hammerles. Abgerufen am 10. Juli 2025.
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 537.
  5. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 115–116, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat – Landkreis Neustadt an der Waldnaab; Fußnote 8).
  6. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 563 (Digitalisat).
  7. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 762–763 (Digitalisat).
  8. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Die Gemeinden Bayerns nach dem Gebietsstand 25. Mai 1987. Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns und die Änderungen im Besitzstand und Gebiet von 1840 bis 1987 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 451). München 1991, DNB 920240593, OCLC 75242522, S. 79–80, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00070717-7 (Digitalisat – Landkreis Neustadt an der Waldnaab; Anmerkung 18).

Koordinaten: 49° 43′ 55,5″ N, 12° 2′ 42,2″ O