Bahnhof Taubenheim (Spree)
| Taubenheim (Spree) | |
|---|---|
Empfangsgebäude, Gleisseite
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| Daten | |
| Betriebsstellenart | Haltepunkt |
| Lage im Netz | ehem. Anschlussbahnhof |
| Bauform | ehem. Durchgangsbahnhof |
| Bahnsteiggleise | 1 |
| Abkürzung | DTB |
| Primary Location Code | DE20189 |
| IBNR | 8013092 |
| Eröffnung | 1. Mai 1875 |
| Profil auf bahnhof.de | Taubenheim(Spree) |
| Lage | |
| Stadt/Gemeinde | Sohland an der Spree |
| Ort/Ortsteil | Taubenheim/Spree |
| Land | Sachsen |
| Staat | Deutschland |
| Koordinaten | 51° 2′ 33″ N, 14° 28′ 49″ O |
| Eisenbahnstrecken | |
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| Bahnhöfe und Haltepunkte in Sachsen | |
Der Bahnhof Taubenheim (Spree) ist eine heute zum Haltepunkt reduzierte Betriebsstelle der Bahnstrecke Oberoderwitz–Wilthen auf dem Gebiet von Taubenheim/Spree in Sachsen. Von 1892 bis 1945 begann in Taubenheim (Spree) die Schmalspurbahn Taubenheim–Dürrhennersdorf, von der noch einige Relikte erhalten sind. Im Jahr 1978 wurde der Bahnhof zum Haltepunkt abgestuft.
Geschichte
Der Bahnhof entstand um 1875 mit der Eröffnung der Bahnstrecke Oberoderwitz–Wilthen als Bahnhof mit drei Gleisen, wovon ein Ladegleis, ein Mittelgleis und das Bahnhofsgleis am Hausbahnsteig vorhanden war.[1] 1892 kam die Schmalspurbahn Taubenheim–Dürrhennersdorf dazu. Zur Schmalspurstrecke gehörten vier Gleise im Bahnhofsbereich.[2] Außerdem besaß der Bahnhof noch einen zweigleisigen Lokschuppen,[3] einen Güterschuppen und eine Rollbockgrube, später eine Rampe für den Rollwagenverkehr und einen Güterschuppen auf der Schmalspurseite sowie zwei Laderampen auf der Normalspurseite.
Am 17. September 1945 wurde der Betrieb auf der Schmalspurbahn nach Dürrhennersdorf eingestellt. Die Gleise wurden kurz darauf abgebaut und zusammen mit den Fahrzeugen als Reparationsleistung in die Sowjetunion verbracht. Die Hochbauten der Schmalspurbahn blieben vorerst für einen etwaigen Wiederaufbau erhalten.
Am 1. Dezember 1978 wurde der Bahnhof zum Haltepunkt abgestuft. Damit einher ging der Ausbau der Weichen im durchgehenden Streckengleis und der spätere Abbau der Nebengleise. Am 1. Dezember 1978 wurde auch die Fahrkartenausgabe geschlossen. Das Heizhaus der Schmalspurbahn wurde 2002 abgerissen, 2007 folgten alle anderen Nebengebäude wie der Güterschuppen.[4]
Im Jahr 2016 wurde das Aussehen des ungenutzten Empfangsgebäudes durch einen örtlichen Verein mit einem neuen Anstrich aufgewertet.[5]
Im Jahresfahrplan 2026 halten in Taubenheim (Spree) zweistündlich Personenzüge der Linie RB61 Dresden Hbf–Zittau.[6]
Weblinks
- Historie der Bahnlinie Oderwitz–Wilthen auf www.sachsenschiene.net
- Historie des Bahnhofes Taubenheim auf www.sachsenschiene.net
Einzelnachweise
- ↑ historische Fotografie vom Bahnhof Taubenheim auf www.sachsenschiene.net
- ↑ Gerhard Moll, Reiner Scheffler, Die Sächsische IV K, EK-Verlag Freiburg, ISBN 3-88255-725-7, Foto Seite 163
- ↑ Foto vom Lokschuppen im Bahnhof Taubenheim auf www.sachsenschiene.net
- ↑ Internetseite über die Historie des Bahnhof Taubenheim auf www.sachsenschiene.net
- ↑ Dorfclub macht Bahnhof schick. In: Sächsische Zeitung. 13. September 2016 (sächsische.de [abgerufen am 27. November 2018]).
- ↑ Jahresfahrplan 2026 der Strecke Dresden–Bischofswerda–Zittau–Liberec - gültig ab 14. Dezember 2025