Halen (Belgien)
| Halen | ||
|---|---|---|
| Staat: | Belgien | |
| Region: | Flandern | |
| Provinz: | Limburg | |
| Bezirk: | Hasselt | |
| Koordinaten: | 50° 57′ N, 5° 7′ O | |
| Fläche: | 36,29 km² | |
| Einwohner: | 9545 (1. Jan. 2024) | |
| Bevölkerungsdichte: | 263 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 3545 | |
| Vorwahl: | 013 | |
| Bürgermeister: | Erik Van Roelen (CD&V) | |
| Adresse der Kommunal- verwaltung: |
Stad Halen Markt 14 3545 Halen | |
| Website: | www.halen.be | |
Halen (historisch auch Haelen; Limburgisch: Hôle) ist eine belgische Kleinstadt im Westen der Provinz Limburg, die zur Region Flandern gehört. Die Stadt zählt 9545 Einwohnern (Stand 1. Januar 2024) und hat eine Fläche von 36,29 km².
Geografie
Halen liegt an der Nationalstraße N 2 zwischen Diest (etwa 7 km nordwestlich) und Hasselt (etwa 17 km östlich). Westlich der Stadt führt am Autobahnanschluss 25 (Halen) die Autobahn A 2 über die N 2.
Durch Halen fließen der Fluss Demer und seine Nebenflüsschen Gete und Velp, die beide in Halen in die Demer münden.
Geschichte
Von 1805 bis 1866 wurde der Ortsname amtlich Haelen geschrieben und auch später noch inoffiziell häufig in dieser Schreibweise verwendet.
An der Brücke über die Gete bei Halen fand am 12. August 1914 das letzte größere Kavalleriegefecht im Ersten Weltkrieg statt, zugleich der erste belgische Sieg im Verteidigungskrieg gegen den deutschen Überfall. Das Gefecht bei Haelen wird von den Belgiern Slag der Zilveren Helmen („Schlacht der silbernen Helme“) genannt, weil nach den Kämpfen zahlreiche deutsche Pickelhauben und Kürassierhelme aus Stahlblech auf dem Feld lagen und von den Einwohnern mit nach Hause genommen wurden.[1] Die belgische Armee war zwar siegreich, aber der Erfolg hatte keine nennenswerten Auswirkungen auf die feindliche Besetzung des Landes. Ein kleines Privatmuseum erinnert an diese Kampfhandlungen. Seit 2014 markiert ein Denkmal aus 44 bis zu 1,8 Tonnen schweren Stahlhelmen aus Beton das Schlachtfeld zwischen Halen und Loksbergen.[2]
Die heutige Gemeinde entstand durch den Zusammenschluss der vormals selbständigen Gemeinden Halen und Loksbergen am 1. Januar 1965 und Zelem am 1. Januar 1977. Seit Juli 1985 hat sie den Status einer Stadt.
Sehenswürdigkeiten
Die Kirche Sint Pieter in de Banden (St. Peter in Ketten) stammt aus dem 11. Jahrhundert. Die obersten Geschosse des Turms und seine Spitze wurden in dieser Form erst nach der Zerstörung im Ersten Weltkrieg gebaut.
Städtepartnerschaft
Halen ist die Partnerstadt der deutschen Stadt Pasewalk (Vorpommern). In Pasewalk war das Kürassier-Regiment „Königin“ (Pommersches) Nr. 2 stationiert, dessen Helme nach dem Gefecht im Ersten Weltkrieg von den Belgiern eingesammelt wurden und der Schlacht der silbernen Helme ihren Namen gaben.
Literatur
- Martin Zeiller: Halen. In: Matthäus Merian (Hrsg.): Topographia Circuli Burgundici (= Topographia Germaniae. Band 16). 1. Auflage. Matthaeus Merians Erben, Frankfurt am Main 1654, S. 54 (Volltext [Wikisource]).
Weblinks
- Offizielle Homepage der Stadt Halen (niederländisch)
Einzelnachweise
- ↑ Halen: Der Welt letzte Kavallerieschlacht. In: VRT, 12. August 2014, abgerufen am 17. Oktober 2025.
- ↑ Pasewalk erhält tonnenschweres Denkmal. In: Nordkurier, 18. November 2019, abgerufen am 17. Oktober 2025.