Hala Alkarib
Hala Alkarib (auch Hala al-Karib geschrieben) ist eine sudanesische Menschenrechtlerin und Essayistin, die sich insbesondere für die Rechte von Frauen und Mädchen im Sudan und am Horn von Afrika einsetzt.[1] Sie ist Regionaldirektorin des Netzwerks Strategic Initiative for Women in the Horn of Africa (SIHA) und Chefredakteurin der von SIHA herausgegebenen Fachzeitschrift Women in Islam.[2]
Leben und Wirken
Alkarib wurde in Sudan geboren und wuchs dort auf, bevor sie zeitweise in Kanada, Ägypten und Kenia lebte und später vor allem in Uganda arbeitete.[3] Seit mehr als zwanzig Jahren ist sie in Sudan, Südsudan und weiteren Ländern des Horns von Afrika und Ostafrikas tätig und hat dort mit Geflüchteten, Vertriebenen und marginalisierten Gemeinschaften gearbeitet.[3] Sie studierte Menschenrechte, Frauenstudien und Psychologie und hatte Forschungspositionen am College of Social & Economic Studies der Universität Juba im heutigen Südsudan sowie am Soziologie-Institut der American University in Cairo inne.[2] In Kanada war sie für Flüchtlings- und Migrantinnenorganisationen tätig und arbeitete später für verschiedene internationale und regionale Organisationen in Ostafrika, bevor sie sich dauerhaft im Raum Uganda/Sudan niederließ.[4]
Als Regionaldirektorin von SIHA koordiniert Alkarib ein Netzwerk von Frauenrechtsorganisationen am Horn von Afrika, das die Kapazitäten lokaler Gruppen stärkt und gegen die gesellschaftliche Unterordnung von Frauen sowie gegen Gewalt an Frauen und Mädchen arbeitet.[2] Ihre Tätigkeit konzentriert sich auf die Rechte von Frauen und Mädchen, auf Soziale Bewegungen und auf die Situation Geflüchteter, Vertriebener und von Minderheiten, wobei sie die Auswirkungen religiöser Dogmen und politischer Unterdrückung auf das Leben von Frauen hervorhebt.[3] Als Chefredakteurin der Fachzeitschrift Women in Islam und als Essayistin in internationalen Medien schreibt sie über Frauenrechte, soziale Gerechtigkeit und die Politik der Region.[2] Sie wurde eingeladen, vor dem UN-Sicherheitsrat zur Lage im Sudan zu sprechen, und betonte dabei die zentrale Bedeutung von Frauenrechten und der Beteiligung sudanesischer Frauen an Friedensprozessen.[2][5] Im Jahr 2025 berichtete sie vor einer parteiübergreifenden Parlamentsgruppe im britischen Unterhaus über systematische Massenvergewaltigungen, andere Kriegsverbrechen und die humanitäre Notlage in Sudan und rief zu stärkerer internationaler Unterstützung für Überlebende und Hilfsorganisationen auf.[6]
2024 wurde Hala Alkarib in die BBC-Liste 100 Women aufgenommen.[7]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Hala Al-Karib. In: African Arguments. Abgerufen am 21. November 2025 (englisch).
- ↑ a b c d e Hala Al-Karib. In: NGO Working Group on Women, Peace and Security. Abgerufen am 21. November 2025 (englisch).
- ↑ a b c #16DAYSOFACTIVISM- Hala Alkarib. In: SIHA Network. 10. Dezember 2018, abgerufen am 21. November 2025 (englisch).
- ↑ Hala Alkarib. In: wo-men.nl. Abgerufen am 21. November 2025 (englisch).
- ↑ Violent Conflict in Sudan Has Impacted on Nearly Every Aspect of Women’s Lives. In: Inter Press Service. 30. Oktober 2023, abgerufen am 21. November 2025 (englisch).
- ↑ "We feel abandoned" - testimony from Sudan. In: Independent Catholic News. 11. April 2025, abgerufen am 21. November 2025 (englisch).
- ↑ BBC 100 Women 2024: Who is on the list this year?. In: bbc.co.uk. Abgerufen am 24. November 2025.