Haidhäuser (Cham)

Haidhäuser
Kreisstadt Cham
Koordinaten: 49° 12′ N, 12° 38′ O
Höhe: 371–384 m ü. NHN
Einwohner: 550 (15. Mai 2022)[1]
Postleitzahl: 93413
Vorwahl: 09971
Lage von Haidhäuser in Bayern

Haidhäuser ist ein Gemeindeteil der Kreisstadt Cham im Regierungsbezirk Oberpfalz im Naturpark Oberer Bayerischer Wald in Bayern.

Geographie

Lage

Das Dorf Haidhäuser auf der Gemarkung Altenmarkt liegt auf einer Hochfläche südlich über der Talebene des Quadfeldmühlbachs, einer Abzweigung des Regens etwa zwei Kilometer Luftlinie südwestlich von Cham. Im Norden verläuft die Bundesstraße 85, im Osten die Bundesstraße 20. Umliegende Orte sind Altenmarkt, Janahof, Scharlau, Brunn, Stadl und Michelsdorf.

Siedlungsstruktur

In Haidhäuser gibt es einige Bauernhöfe und moderne Wohnhäuser. Zentral im jüngsten Siedlungsbereich, liegt ein großer Spielplatz mit Fußballfeld.

Infrastruktur und Umgebung

Das Gewerbegebiet Regentalcenter in Cham-Süd sowie das Industriegebiet Altenmarkt liegen jeweils rund einen Kilometer östlich bzw. westlich des Dorfes.

Haidhäuser ist gleichzeitig von Naherholungsgebieten umgeben, darunter der Naturpark Regentalaue zwischen Cham und Pösing mit dem Rötelseeweihergebiet sowie der Pfahlsee mit der Teufelsmauer.

Gewässer

Westlich der heutigen Siedlung befand sich bis vor wenigen Jahren der gut 6 Hektar große Haidweiher,[2] der auch schon in der Uraufnahme dargestellt wurde.

Geschichte

Gemeindliche Zugehörigkeit

Haidhäuser war bis 1971 ein Gemeindeteil der Gemeinde Altenmarkt,[3] die mit dem bayerischen Gemeindeedikt von 1818 entstanden war. Zum 1. Januar 1972 kam Haidhäuser durch die Eingemeindung von Altenmarkt zur Stadt Cham.

Vereinsleben

Das gesellschaftliche und vereinsbezogene Leben Haidhäusers ist historisch eng mit dem Nachbarort Altenmarkt verbunden. Viele Aktivitäten und Veranstaltungen finden dort statt oder werden gemeinsam organisiert.

Kirchliche Zuordnung

Das kirchliche Leben orientiert sich traditionell am benachbarten Ort Altenmarkt. Dort steht auch die Kapelle St. Johannes der Täufer, in der für die Bewohner von Altenmarkt und Haidhäuser Andachten, heilige Messen, aber auch Sterberosenkränze für Verstorbene abgehalten werden. Kirchlich gehört Haidhäuser zum Einzugsgebiet der Pfarrei Stadtpfarrkirche St. Jakob (Cham).

Einwohnerentwicklung

Im Jahr 1871 war der Ort eine Einöde, hatte 13 Einwohner und hieß Haidhäusl,[4] im Jahr 1961 bestand der Weiler Haidhäuser aus neun Wohngebäuden und hatte 39 Einwohner.[3] Bei der Volkszählung im Jahr 1987 wurden in Haidhäuser 32 Wohnungen in 26 Wohngebäuden und 87 Einwohner festgestellt.[5] Die berechnete Einwohnerzahl auf Basis des Zensus von 2022 beträgt 550 Einwohner.[1]

Einzelnachweise

  1. a b berechnete Einwohnerzahl auf Basis des Zensus 2022
  2. Blattname Roding 6841. In: Topographische Karte 1:25000. 2018 (online).
  3. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 525 (Digitalisat).
  4. Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 831, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  5. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364 (Digitalisat).