Hörmannsdorf (Weng)
Hörmannsdorf ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Weng im niederbayerischen Landkreis Landshut.
Geographie
Das Kirchdorf Hörmannsdorf liegt westlich von Weng an der der Staatsstraße 2141.
Geschichte
Die adelige Familie der Hermstorfer besaß im 15. Jahrhundert alle drei auf heutigem Gemeindegebiet gelegenen Hofmarken Weng, Hinzlbach und Hörmannsdorf, den Namen gebenden Sitz Hörmannsdorf dabei wohl schon seit dem 13. Jahrhundert.
Das abgegangene Schloss Hörmannsdorf, auch Hermanstorf genannt, wird als Bodendenkmal unter der Aktennummer D-2-7340-0236 als „untertägige mittelalterliche und frühneuzeitliche Befunde im Bereich des verebneten Burgstalles bzw. des abgegangenen Schlosses von Hörmannsdorf“ geführt.[1] Auf dem ehemaligen Weiherhaus wird 1657 ein Dominikus Franz Trainer von Hörmannsdorf zu Martinsbuch und Obergangkofen, als herzoglicher Regierungsrat und Kastner zu Landshut genannt, welcher auch die Hofmark Oberaichbach besessen hat.[2] Ein Johann Urban Trainer zu Hörmannsdorf soll Besitzer der Hofmarken Hörmannsdorf und Moosberg gewesen sein. Im 19. Jahrhundert hat hier Theodor von Hallberg-Broich gelebt, der am 17. April 1862 auf dem Schloss verstorben ist.[3]
Die katholische Kirche St. Barbara ist spätgotisch aus der Mitte des 15. Jahrhunderts, barockisiert wurde sie 1695.
Hörmannsdorf wurde 1818 im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern eine selbstständige politische Gemeinde. 1857 wurde die Gemeinde mit 224 Einwohnern nach Weng eingemeindet.[4]
Einzelnachweise
- ↑ BLfD Denkmaldatenbank D-2-7340-0236. BayLfD, abgerufen am 16. Juli 2021.
- ↑ Georg Schwarz: Vilsbiburg. Die Entstehung und Entwicklung der Herrschaftsformen im niederbayerischen Raum zwischen Isar und Rott. Hrsg.: Kommission für Bayerische Landesgeschichte (= Historischer Atlas von Bayern. Altbayern, Heft 37). München 1976, ISBN 3-7696-9898-3, S. 251 (Digitalisat [abgerufen am 22. Januar 2022]).
- ↑ Hallberg-Broich, Karl Theodor Maria Hubert Freiherr von (genannt Eremit von Gauting), abgerufen am 22. Januar 2022.
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 8, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).
Koordinaten: 48° 39′ 22,3″ N, 12° 21′ 39,1″ O