Höbersbrunn
| Höbersbrunn (Dorf) Ortschaft Katastralgemeinde Höbersbrunn | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Mistelbach (MI), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Mistelbach | |
| Pol. Gemeinde | Gaweinstal | |
| Koordinaten | 48° 30′ 19″ N, 16° 34′ 37″ O | |
| Höhe | 232 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 307 (1. Jän. 2025) | |
| Fläche d. KG | 7,59 km² (31. Dez. 2023) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 05056 | |
| Katastralgemeindenummer | 15019 | |
| Ortsansicht mit dem hier entspringenden Weidenbach | ||
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Höbersbrunn (früher auch Höbesbrunn oder Hebertsbrunn) ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde Gaweinstal im Bezirk Mistelbach in Niederösterreich. Die Ortschaft umfasst 307 Einwohner (Stand 1. Jänner 2025).[1] Bis Ende 1971 war Höbersbrunn eine eigenständige Gemeinde.[2]
Geografie
Der von der Landesstraße L3096 erschlossene Ort wird vom Weidenbach entwässert, der in der Ortsmitte entspringt und bis zur Einmündunn des aus Atzelsdorf kommenden Altbaches auch Höbersbrunner Bach genannt wird. Am 1. April 2020 zählte die Ortschaft 241 Adressen.[3]
Geschichte
Die erste urkundliche Nennung stammt aus dem Jahr 1145. Um 1750 wurde die Kirche errichtet und 1784 zu Pfarrkirche erhoben.
Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 113 Häusern genannt, das über eine Pfarre und eine Schule verfügte. Die Herrschaft Höbesbrunn besaß die Ortsobrigkeit und die Herrschaft Pellendorf übte die Landgerichtsbarkeit aus, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne.[4]
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Höbersbrunn ein Bäcker, ein Fleischer, ein Friseur, ein Gastwirt, zwei Gemischtwarenhändler, eine Molkereigenossenschaft, ein Schmied, ein Schneider, vier Schuster, ein Tischler, ein Zimmermeister und einige Landwirte ansässig.[5]
Mit 1. Jänner 1972 wurden im Zuge der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung die bis dahin selbständigen Gemeinden Höbersbrunn, Pellendorf und Schrick nach Gaweinstal eingemeindet.[2]
Persönlichkeiten
- Dominik Finkes (1821–1889), Lehrer, Chorleiter und Komponist, wurde hier geboren
- Leopold Rost (1821–1889), Benediktiner und später Abt des Wiener Schottenstiftes, war hier zwischen 1883 und 1887 Pfarrer
Literatur
- Friedrich Wilhelm Weiskern: Topographie von Niederösterreich, in welcher alle Städte, Märkte, Dörfer, Klöster, Schlößer, Herrschaften, Landgüter, Edelsitze, Freyhöfe, namhafte Oerter u.d.g. angezeiget werden, welche in diesem Erzherzogthume wirklich angetroffen werden, oder sich ehemals darinnen befunden haben. Band 1: A–M. Druckerei Joseph von Kurzböck, Wien 1768, S. 247 (Ausgabe 1769; Hebertsbrunn in der Google-Buchsuche).
- Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 42, Sektion Gaunersdorf, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 7,2 MB]).
- Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 226.
Weblinks
- Höbersbrunn in der Datenbank Gedächtnis des Landes zur Geschichte des Landes Niederösterreich (Museum Niederösterreich)
Einzelnachweise
- ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
- ↑ a b Gemeindeänderungen ab 1945. Statistik Austria, S. 47. In: Änderungen in der Verwaltungsgliederung. Statistik Austria (ZIP, 1,3 MB; Inhalt PDF); abgerufen am 26. Januar 2025.
- ↑ Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
- ↑ Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Erster Band: A–L. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 302 (Höbesbrunn in der Google-Buchsuche).
- ↑ Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 289