Hélène Duret

Hélène Duret (* 11. September 1988 in Orange) ist eine französische Jazz- und Improvisationsmusikerin (Klarinette, Bassklarinette, Komposition).

Leben und Wirken

Duret studierte zunächst Film- und Theaterwissenschaften an der Universität Montpellier III, um dann klassische Musik und Jazz am Regionalkonservatorieum in Montpellier und anschließend ab 2013 am Koninklijk Conservatorium Brussel zu studieren.[1]

Zunächst entwickelte sie Kollektivprojekte, die sich der Weltmusik widmeten: 2011 gründete sie mit Chloé Lucas und Ambre Vuillermoz das Quartett Syrto, das akustische Balkanmusik spielte. 2016 gründete sie in Brüssel zusammen mit Jordi Cassagne, Théo Lanau, Léo Rathier und Benjamin Sauzereau Le Bal de Marie-Galante, das Tanzmusik aus der Karibik interpretierte. Aufbauend auf der Idee, dass Klang und Musik als Klangtexturen wahrgenommen werden können und musikalische Traditionen neu interpretiert werden können, gründete sie in Brüssel, wo sie derzeit lebt, ihr Quintett Synstet mit Benjamin Sauzereau, Sylvain Debasieux, Maxime Rouayroux und Fil Caporali sowie ihr Trio Fur.[1] Mit Quentin Biardeau spielt sie im Duo Couple Sympathique.

Für das Orchestre National de Jazz komponierte Duret das Stück Water Moves.[2] Sie arbeitete außerdem mit Amrat Hussein, Fanny Vicens, Barbara Wiernick, Alain Pierre, Xavier Girotto, Adrien Lambinet, Quentin Biardeau, Bruno Ducret, Pierre Tereygeol, Maëlle Desbrosses, Guilhem Verger und Grzegorz Marciniak.[1] Sie ist auch auf Alben von Omega Impact sowie auf Flavio Spampinatos Album Nascente zu hören.[3]

Preise und Auszeichnungen

2020 gewann Duret mit dem Kammertrio Suzanne den Wettbewerb „Jazz Migration #7“.[4]

Diskographische Hinweise

  • Synestet: Les Usures (2019)
  • Hélène Duret/ Synestet: Rôles (Igloo 2022)[5]
  • Suzanne: Travel Blind (Gigantonium 2023, mit Pierre Tereygeol, Maëlle Desbrosses sowie Emile Parisien)
  • Jean-Jacques Birgé, Hélène Duret & Alexandre Saada: Titres (2024)
  • Fur: Bond (BMC 2024, mit Benjamin Sauzereau, Maxime Rouayroux)[6]

Einzelnachweise

  1. a b c Hélène Duret. In: Jazz in Belgium. Abgerufen am 13. Dezember 2025 (englisch).
  2. Académie de Composition 2023. In: Orchestre National de Jazz. 2023, abgerufen am 13. Dezember 2025 (französisch).
  3. Ferdinand Dupois-Panther: Jazz the Italian way #2. In: jazzhalo.be. Abgerufen am 13. Dezember 2025.
  4. Hélène Duret. In: Igloo Records. Abgerufen am 13. Dezember 2025 (englisch).
  5. Robert Shore: Hélène Duret/ Synestet: Rôles. In: JazzWise. 2022, abgerufen am 13. Dezember 2025 (englisch).
  6. Matthieu Jouan: FUR: Bond (BMC). In: Citizen Jazz. 2024, abgerufen am 13. Dezember 2025 (englisch).