Guttenbrunn (Gemeinde Ottenthal)

Guttenbrunn (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Guttenbrunn
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Mistelbach (MI), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Mistelbach
Pol. Gemeinde Ottenthal
Koordinaten 48° 44′ 48″ N, 16° 34′ 45″ Of1
Höhe 265 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 117 (1. Jän. 2025)
Fläche d. KG 2,48 km² (31. Dez. 2023)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 05049
Katastralgemeindenummer 15112

Ortsansicht mit Kapelle
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
f0
f0
117

Guttenbrunn (früher auch Gutenbrunn) ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Gemeinde Ottenthal im Bezirk Mistelbach in Niederösterreich mit 117 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).[1] Bis Ende 1971 bestand der Ort als selbständige Ortsgemeinde.[2]

Geografie

Das Dorf liegt im Norden des Poysdorfer Hügellandes und ist über die Landesstraße L3055 erreichbar. Durch den Ort fließt der Ottenthaler Bach, der zur Thaya hin entwässert. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 85 Adressen.[3]

Geschichte

Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 52 Häusern genannt, das nach Ottenthal eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Kirchstetten besaß die Ortsobrigkeit und besorgte die Konskription. Die Landgerichtsbarkeit wurde von der Herrschaft Poysbrunn ausgeübt und die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Kirchstetten, Poysbrunn, Feldsbweg und Steinabrunn.[4]

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Guttenbrunn ein Dachdecker, ein Gastwirt, zwei Gemischtwarenhändler, eine Milchgenossenschaft, zwei Schuster, ein Viktualienhändler und ein Wagner ansässig.[5]

Am 1. Jänner 1972 vereinigten sich die bis dahin eigenständigen Gemeinden Falkenstein, Guttenbrunn und Ottenthal im Zuge der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung.[2] Die neue Gemeinde führte den Namen Falkenstein. Mit Wirkung vom 1. Jänner 1989 spalteten sich die Ortschaften Guttenbrunn und Ottenthal ab und bilden seither die Gemeinde Ottenthal.[6]

Persönlichkeiten

  • Michael Pfliegler (1891–1972), Theologe und Professor für Moral- und Pastoraltheologie, wuchs hier auf

Literatur

  • Friedrich Wilhelm Weiskern: Topographie von Niederösterreich, in welcher alle Städte, Märkte, Dörfer, Klöster, Schlößer, Herrschaften, Landgüter, Edelsitze, Freyhöfe, namhafte Oerter u.d.g. angezeiget werden, welche in diesem Erzherzogthume wirklich angetroffen werden, oder sich ehemals darinnen befunden haben. Band 1: A–M. Druckerei Joseph von Kurzböck, Wien 1768, S. 226 (Ausgabe 1769; Gutenbrunn in der Google-Buchsuche).
  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Manhartsberg. 7 von 34 Bänden. 2. Band: Fatzihof bis Herrnlois. Mechitaristen, Wien 1834, S. 205 (GutenbrunnInternet Archive).
  • Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 19, Sektion Falkenstein, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 6,3 MB]).
  • Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 234.
Commons: Guttenbrunn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
  2. a b Gemeindeänderungen ab 1945. Statistik Austria, S. 46. In: Änderungen in der Verwaltungsgliederung. Statistik Austria (ZIP, 1,3  MB; Inhalt PDF); abgerufen am 26. Dezember 2025.
  3. Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
  4. Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Erster Band: A–L. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 248 (Guttenbrunn in der Google-Buchsuche).
  5. Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 273
  6. Gemeindeänderungen ab 1945. Statistik Austria, S. 96. In: Änderungen in der Verwaltungsgliederung. Statistik Austria (ZIP, 1,3  MB; Inhalt PDF); abgerufen am 26. Dezember 2025.