Gustav Taubert

Friedrich Gustav Amalius Taubert (* 24. Juli 1754 in Berlin; † 29. April 1839 ebenda)[1] war ein deutscher Maler.

Leben

Gustav Taubert war ein Sohn des Miniaturenmalers Johann Friedrich Taubert. Er lernte die Anfangsgründe des Zeichnens und Malens bei seinem Vater, studierte an der Berliner Akademie und arbeitete einige Zeit bei Paul Joseph Bardou. 1877 wurde er in die St. Johannis-Loge zum Goldenen Pflug aufgenommen,[2] ging 1782 nach Dresden, Prag und Wien, wo er sich durch Anfertigen von Kopien der dortigen Galerien weiter ausbildete, musste aber 1784 nach Berlin zurück zu seinem Vater. Auf Einladung des Grafen von Brühl reiste er 1785 nach Warschau, wurde dort dem polnischen König Stanislaus August Poniatowski vorgestellt und von diesem 1788 zum Hofrat ernannt. Er lieferte dem Monarchen eine Vielzahl von Miniaturen und Sepiazeichnungen. 1791 ging er nach Berlin und 1792 nach Warschau zurück. Nach der Abdankung des polnischen Königs im Jahr 1795 verließ er Warschau, hielt sich eine Zeit lang in Riga und St. Petersburg auf und kehrte schließlich 1797 endgültig nach Berlin zurück. Dort erhielt er an der königlichen Porzellanmanufaktur die Stellung eines Malereivorstehers für das Figurenfach und von 1802 bis 1825 auch für das Landschaftsfach. Gleichzeitig war er Hofrat und Mitglied der königlichen Akademie der Künste. 1812 war er wieder in die Loge zurückgekehrt, wo er 1816 von der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland als vorsitzender Meister bestätigt wurde. Zu Ehren seines 50-jährigen Jubiläums wurde 1827 eine Stiftung zu wohltätigen Zwecken, als „Taubert'sche Stiftung“ bezeichnet, gegründet.[2] 1814 gehörte er zu den 32 Gründungsmitgliedern des Berlinischen Künstler-Vereins.[3]

Ehrung

Literatur

Commons: Gustav Friedrich Amalius Taubert – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • 7 Werke. In: Bildindex der Kunst und Architektur. Abgerufen am 6. Januar 2026

Einzelnachweise

  1. Berlin, Dorotheen-Gemeinde, Totenbuch 1830–1840, Doppelseite 337
  2. a b Theodor Toeche: Hundert Jahre der St. Johannis-Loge zum Goldenen Pflug in Berlin. Mittler, Berlin 1876, S. 19 ff. (Volltext in der Google-Buchsuche).
  3. Uta Motschmann: Handbuch der Berliner Vereine und Gesellschaften 1786–1815. de Gruyter, Berlin/München/Boston 2015, ISBN 978-3-05-006015-6, S. 471.