Gustav Hoffmann (Mediziner)
Gustav Hoffmann (* 13. November 1817 in Grätz, Großherzogtum Posen; † nach 1896) war ein deutscher Mediziner und Hochschullehrer.
Leben
Gustav Hoffmann trat nach Besuch des Gymnasiums in das Königliche 19. Infanterieregiment ein und wurde 1840 zum Sekondeleutnant befördert. Nachdem er 1849 bei der Belagerung von Fredericia schwer verwundet worden war, konnte er keinen Militärdienst mehr leisten und begann 1852 ein Medizinstudium an der Berliner Universität, wo er 1855 promovierte. Nach der abgelegten Staatsprüfung war er als approbierter Arzt in Berlin tätig. Am 1. Oktober 1866 wurde er als Lehrer für Anatomie an die Königliche Akademie der Künste berufen, ab 1875 Lehrer an der Akademie der bildenden Künste.[1] Neben dieser Stellung war er ab 1870 auch Lehrer für Anatomie an der Zivilabteilung der Central-Turnanstalt tätig. 1880 wurde er zum Geheimen-Sanitätsrat ernannt. 1886 trat er aus Gesundheitsgründen aus dem Lehrerkollegium aus.
Ehrungen
- 1850: Erinnerungskreuz für die Feldzüge der Jahre 1848/49 in Schleswig-Holstein
- 1851: Hohenzollernmedaille für Kriegsdienste 1848/49
- 1867: Königlich Preußischer Kronen-Orden 4. Klasse
- 1870/71: Kriegsdenkmünze für Nichtkombattanten
Literatur
- Anton von Werner: Ansprachen und Reden an die Studirenden der königlichen akad. Hochschule für die bildenden Künste zu Berlin und Verzeichniss der Lehrer, Beamten und Schüler derselben seit 1875. Rud. Schuster, Berlin 1896, S. 201 f. (Volltext in der Google-Buchsuche).