Gustav Adolf Nadler
Gustav Adolf Nadler (* 22. März 1834 in Czernowitz; † 19. Oktober 1912 in Passau) war ein österreichischer Schauspieler und Schriftsteller.
Leben
Nadler studierte zunächst Medizin an der Universität Wien. Nach Abbruch des Studiums wandte er sich zunächst der Technik zu und wurde dann Beamter. 1859 wurde er Schauspieler, zunächst in Znaim, anschließend in Raab, Brody, Kronstadt, Klagenfurt, Linz, Pilsen, Laibach, Heidelberg und Detmold.[1] Ab 1874 arbeitete er auch als Regisseur für die Theater in Reichenberg, Temesvar, Pilsen, Kronstadt, Wiener-Neustadt, Olmütz, Bautzen, Offenburg, Bremerhaven, Lahr, Passau, Hof und von 1896 bis 1897 erneut in Passau. 1897 zog er sich von der Bühne zurück und war nur noch als Schriftsteller tätig. Er verfasste zunächst heimatverbundene Lyrik, später jedoch fast ausschließlich Theaterstücke.
Veröffentlichungen (Auswahl)
- Maiblüthen: Gedichte. Mechitharisten-Buchdruckerei, Wien 1858
- Beethovens zerrissener Schuh: dramatisches Genrebild. Haas, Wels 1872.
- Im Boudoir der Pompadour: Lustspiel. Boll, Berlin 1873.
- Der Grobian: Lustspiel in einem Aufzug. Steinhaußen, Hermannstadt 1880.
- Sancta Veritas. Schuh, München 1908.
- Das Midas-Fest. Passavia, Passau 1908.
Literatur
- V. Hanus: Nadler, Gustav Adolf (1834–1912), Schriftsteller und Schauspieler. In: Österreichischs Biographisches Lexikon 1815–1950. Bd. 7 (Lfg. 31, 1976), S. 16 (https://doi.org/10.1553/0x00283543).
- Nadler, Gustav Adolf. In: Amy D. Colin (Hrsg.): Versunkene Dichtung der Bukowina: eine Anthologie deutschsprachiger Lyrik. Fink, München 1994, ISBN 3-7705-2875-1, S. 390.
Einzelnachweise
- ↑ Czernowitzer Tagblatt. Bd. 10 (1912), Nr. 2936, 8. Dezember 1912, S. 4 (Digitalisat).