Gummiharz

Ein Gummiharz oder Gummiresina (früher wurden verschiedene Gummiharze, aufbewahrt in getrockneter[1] Form, auch als Gummi, im Mittelalter auch gumi,[2] bezeichnet[3]) ist ein Gemisch von Harz mit Gummi und kleinen Mengen ätherischem Öl.[4] Gummiharze stammen aus bestimmten Pflanzen.[4] Es handelt sich um kompliziert zusammengesetzte Substanzgemische.[5] Die Harze sind alkohollöslich, das Gummi wasserlöslich.[6]

Beispiele:

Literatur

  • Karl Hiller, Matthias F. Melzig: Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2010, ISBN 978-3-8274-2053-4.

Einzelnachweise

  1. Claudia Erbar, Karin Zimmermann: Der Codex Palatinus germanicus 539 – eine Pflanzenliste aus dem 15. Jahrhundert. 2009 (Digitalisat), S. 53–54 (zu gumi).
  2. Vgl. auch Gundolf Keil: Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes (= Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm. Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes), S. 395.
  3. Vgl. etwa Ute Obhof: Rezeptionszeugnisse des „Gart der Gesundheit“ von Johann Wonnecke in der Martinus-Bibliothek in Mainz – ein wegweisender Druck von Peter Schöffer. In: Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung. Band 36/37, 2017/2018, S. 25–38, hier: S. 36 („Galbanum – eyn gummi also genant“).
  4. a b c Karl Hiller, Matthias F. Melzig: Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2010, ISBN 978-3-8274-2053-4.
  5. Robert Fischer, Theodor Kartnig: Drogenanalyse: Makroskopische und mikroskopische Drogenuntersuchungen. 5. Auflage. Springer, 1978, ISBN 978-3-211-82440-5, S. 435 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  6. a b c d e f g h Lexikon der Chemie, Eintrag Gummiharze. In: Spektrum.de. Abgerufen im Dezember 2020.
  7. vgl. etwa Ulrich Stoll: Das „Lorscher Arzneibuch“. Ein medizinisches Kompendium des 8. Jahrhunderts (Codex Bambergensis medicinalis 1). Text, Übersetzung und Fachglossar. (Philosophische Dissertation Würzburg 1989) Steiner, Stuttgart 1992 (= Sudhoffs Archiv, Beiheft 28), ISBN 3-515-05676-9, S. 430.
  8. Eintrag zu Gummigutt(i), F. Böckler et al.. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 7. April 2022.
  9. Vgl. Otto Beßler: Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart. Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 196 (Laudanaum – eyn gummi).