Gudrun Erfurth
Gudrun Erfurth (* 15. November 1938 in Nürnberg; † 19. Juli 2005 in Wien) war eine deutsch-österreichische Schauspielerin bei Bühne und Fernsehen sowie eine Hörspielsprecherin.
Leben und Wirken
Die gebürtige Nürnbergerin begann ihre Bühnenlaufbahn 1959 am Wiener Volkstheater unter der Leitung von Leon Epp. Es folgten Verpflichtungen an Spielstätten in Bonn, Basel, die Städtischen Bühnen von Köln, das Staatstheater Hannover, das Badische Staatstheater Karlsruhe und die Städtischen Bühnen Augsburg. Schon zu Beginn ihrer Karriere erhielt die attraktive, dunkelhaarige Künstlerin Angebote vom Fernsehen. Sie trat ein Jahrzehnt lang in unregelmäßigen Abständen vor die Kamera; das Theater (auch mehrere Gastspieltourneen) blieb jedoch Gudrun Erfurths Hauptbetätigungsfeld. Man sah sie u. a. in Stücken Brechts, Ibsens und Tschechows. Gudrun Erfurth hat auch Hörfunk gemacht und wurde mit dem Goldenen Rathausmann und dem Hersfeld-Preis ausgezeichnet.[1]
Zuletzt im sogenannten Richard-Wagner-Haus in der Hadikgasse (Wien-Penzing) wohnhaft, starb Gudrun Erfurth 2005 im Wilhelminenspital an einer Krebserkrankung[2] und wurde auf dem Ober Sankt Veiter Friedhof beigesetzt.[3]
Filmografie
- 1960: Der Degen mit den Genien
- 1961: Die frommen Schwestern
- 1962: Der fidele Bauer
- 1964: Das vierte Gebot
- 1967: Leuchtfeuer
- 1967: König Lear
- 1969: Palace-Hotel
- 1971: Kaiser Karls letzte Schlacht
- 1972: Das Jahrhundert der Chirurgen (TV-Reihe, eine Folge)
- 1985: Die Tage der Commune
Literatur
- Paul Stanley Ulrich: Biographisches Verzeichnis für Theater, Tanz und Musik. Band 1, Berlin-Verlag Arno Spitz, Berlin 1997, ISBN 3-87061-479-X, S. 464.
- Who is Who in Foto, Film & TV. Teil B, Verlag für Prominentenenzyklopädien, Zürich 1979, S. 66.
Weblinks
- Gudrun Erfurth bei IMDb
Einzelnachweise
- ↑ Gudrun Erfurth. In: Who’s Who – The People Lexicon. Abgerufen am 14. Dezember 2025.
- ↑ Magistrat der Stadt Wien, Sterbebuch Standesamt Wien-Ottakring, Nr. 1141/2005.
- ↑ Gudrun Erfurth in der Verstorbenensuche bei friedhoefewien.at (dort fälschliche Angabe des Sterbedatums mit 15. Juli).