Greta Taubert
Greta Taubert (* 1983 in Suhl[1]) ist eine deutsche Journalistin und Autorin.
Leben
Taubert studierte Journalistik und Politikwissenschaft an der Universität Leipzig und der Universität Wroclaw. Sie volontierte sie bei der Berliner Zeitung und war Stipendiatin der Journalistischen Nachwuchstförderung. Sie war Mitglied der Entwicklungsredaktion von Stefan Austs Magazin „Woche“ und schreibt unter anderem für das Zeit-Magazin, SZ-Magazin, Vice und Die Zeit[2]. Ihre Themen umfassen gesellschaftliche Utopien,[3] Nachhaltigkeit, urbanes Leben und Wachstumskritik.
Einem breiteren Publikum wurde Taubert 2014 mit dem Sachbuch Apokalypse Jetzt! bekannt, das ihren einjährigen Selbstversuch dokumentiert, aus der westlichen Konsumkultur auszusteigen.[4] 2016 veröffentlichte sie ihre Erfahrungen mit dem Konzept des Zeitwohlstandes in ihrem Buch Im Club der Zeitmillionäre.[5] 2020 veröffentlichte sie den Protokollband Guten Morgen, du Schöner, in dem ostdeutsche Männer über ihr Leben und Lieben berichten.[6] Taubert tritt als Moderatorin, Performerin und Rednerin bei Veranstaltungen im In- und Ausland auf und beantwortet Fragen, wie ein gutes Leben für alle gelingen kann.
Taubert lebt in Leipzig und Berlin.
Auszeichnungen
Die Investigativreportage Der verlorene Sohn[7] über internationalen Kinderhandel wurde 2011 mit dem Medienpreis der Kindernothilfe ausgezeichnet.[8] Für ihre investigative Recherche über das Greenwashing von Adidas erhielt sie 2023 den Ernst-Schneider-Preis der IHK[9] und 2024 den höchstdotierten Journalistenpreis der Welt, den Fetisov Journalism Award, im Bereich Investigativer Klimajournalismus.[10]
Bücher
- Guten Morgen, du Schöner. Begegnungen mit ostdeutschen Männern. Aufbau, Berlin 2020, ISBN 978-3-351-03464-1.
- Im Club der Zeitmillionäre. Wie ich mich auf die Suche nach einem anderen Reichtum machte. Eichborn, Köln 2016, ISBN 978-3-8479-0622-3.
- Apokalypse jetzt! Wie ich mich auf eine andere Gesellschaft vorbereite. Eichborn, Köln 2014, ISBN 978-3-8479-0540-0.
- Als Taschenbuch unter dem Titel Von einer, die ausstieg, 2016, ISBN 978-3-404-60905-5.
Essays (Auswahl)
- How to Rave. Beitrag in: Die Philosophie des Tanzens, Mairisch Verlag 2025,[11]
- Dagmar und der westdeutsche Blick. Beitrag in: Ostflimmern. Wir Wende-Millenials, Mitteldeutscher Verlag, 2024[12]
- Poetisiert euch! Beitrag in: Wovon man spricht, das hat man nicht. Neue Texte zu Novalis, Mitteldeutscher Verlag, 2023,
- Beitrag in: Beitrag in: Liebe. Die besten Liebesgeschichten aus dem Süddeutsche Zeitung Magazin. Süddeutsche Zeitung Edition, 2017.
- Beitrag in: Benjamin Gesing, Jochen Markett, Björn Richter (Hrsg.): Profil! Ansichten der Generation P. Glück&Schiller Verlag, 2005
Rundfunk und Podcast (Auswahl)
- Boom Boom Leipzig - Zwischen Vision und Größenwahn. Hostin des ARD Dokumentarfilms, 2025
- Flugmodus - 4 Jugendliche ohne Handy. Hostin der ARD Podcast-Serie, 2023[13]
- Heimat Ostdeutschland? Junge Perspektiven. Hostin der Live-Talkshow-Serie des Zeitgeschichtlichen Forums Leipzig, 2022[14]
- Klima-Chaos und Kapitalismus-Kollaps? Neuanfang statt Weltuntergang, Deutschlandradio Kultur – Politisches Feuilleton vom 12. März 2014[15]
- Verzicht auf Konsum, Talkshow Beckmann (Fernsehsendung), Das Erste, 14. August 2014
- Auf der Suche nach der Zeit, Westart live, WDR, 21. November 2016
Weblinks
- Persönliche Website
- Literatur von Greta Taubert im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Reportagen von Greta Taubert in Die Zeit
- Im Club der Zeitmillionäre bei perlentaucher.de
- Guten Morgen, du Schöner bei perlentaucher.de
Einzelnachweise
- ↑ Greta Taubert: "Lieber vierter ostdeutscher Mann ..." – stern.de. Abgerufen am 4. Oktober 2020.
- ↑ Greta Taubert. 27. Dezember 2023, abgerufen am 6. Januar 2026.
- ↑ Utopien im Selbstversuch · Deutschlandfunk Nova. In: Deutschlandfunk Nova. (deutschlandfunknova.de [abgerufen am 26. Juni 2017]).
- ↑ Untergang im Selbstversuch: Perspektive Müllcontainer – SPIEGEL ONLINE – Panorama. In: Spiegel Online. Abgerufen am 26. Juni 2017.
- ↑ 3sat.online: Greta Taubert – „Kulturpalast“ am 22. Oktober 2016 – 3sat.Mediathek. 22. Oktober 2016, abgerufen am 26. Juni 2017.
- ↑ 30 Jahre Wiedervereinigung - Auf der Suche nach dem ostdeutschen Mann. Abgerufen am 12. Oktober 2020 (deutsch).
- ↑ Greta Taubert / Benjamin Reuter: Der verlorene Sohn. In: die tageszeitung. (taz.de [abgerufen am 26. Juni 2017]).
- ↑ Angelika Böhling: 13. Medienpreis: Kindernothilfe ehrt Journalisten. Kindernothilfe, 4. November 2011, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 8. September 2017; abgerufen am 24. Juni 2017.
- ↑ Preisträger 2023: Klartext überregional – Ernst Schneider Preis. Abgerufen am 6. Januar 2026.
- ↑ Fetisov Journalism Awards. Abgerufen am 6. Januar 2026 (englisch).
- ↑ Die Philosophie des Tanzens. 1. Auflage. mairisch Verlag, Hamburg 2025, ISBN 978-3-948722-50-0.
- ↑ Philipp Baumgarten, Annekathrin Kohout: Ostflimmern: Wir Wende-Millennials. Mitteldeutscher Verlag, Halle 2024, ISBN 978-3-96311-944-6.
- ↑ Mitteldeutscher Rundfunk: Flugmodus – Tag 1 "Auf dem Hormonrummel" ~ Flugmodus - 4 Jugendliche ohne Handy Podcast. Abgerufen am 6. Januar 2026.
- ↑ Stiftung Haus der Geschichte: Livestream: Heimat Ostdeutschland? Junge Perspektiven. 15. Juni 2021, abgerufen am 6. Januar 2026.
- ↑ Ende der Überfluss-Gesellschaft – Klima-Chaos und Kapitalismus-Kollaps? In: Deutschlandfunk Kultur. (deutschlandfunkkultur.de [abgerufen am 26. Juni 2017]).