Graustirn-Farnschnäpper
| Graustirn-Farnschnäpper | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
|
Graustirn-Farnschnäpper (Heteromyias cinereifrons) in Malanda | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Heteromyias cinereifrons | ||||||||||||
| (Ramsay, 1876) |
Der Graustirn-Farnschnäpper (Heteromyias cinereifrons) ist ein endemisch in Australien vorkommender Singvogel aus der Familie der Südseeschnäpper (Petroicidae).
Merkmale
Graustirn-Farnschnäpper erreichen eine Länge von 18,5 bis 20,0 Zentimetern und ein Gewicht von 31 bis 40 Gramm.[1] Die Geschlechter unterscheiden sich farblich nicht. Sie haben eine graue Stirn und eine graue Krone. Der Zügel ist schwarz. Die Kehle und ein breiter Überaugenstreif sind weißlich, ebenso Brust und Bauch. Die Flanken sind gelb. Die Oberseite einschließlich der Flügel ist olivgrau bis graubraun und zeigt einen weißen Fleck auf den Handschwingen, der im Fluge besonders deutlich hervortritt. Beine und Füße sind hell rosa, die Iris ist schwarz, der Schnabel schwarzgrau mit gelber Spitze.
Ähnliche Arten
Beim Graukopf-Farnschnäpper (Heteromyias albispecularis) ist der gesamte Kopf grau gefärbt. Da er nur in Neuguinea vorkommt, gibt es keine geographische Überlappung der beiden Arten.
Verbreitung, Unterarten und Lebensraum
Graustirn-Farnschnäpper kommen nur in Far North Queensland vor. Die Verbreitung erstreckt sich ungefähr vom Cooktown im Norden über Cairns in der Mitte bis nach Townsville im Süden. Bevorzugter Lebensraum sind dichte Regenwälder. Die Höhenverbreitung reicht von 55 bis auf 2600 Meter. Unterarten werden nicht geführt.
Lebensweise
Graustirn-Farnschnäpper suchen bevorzugt am Erdboden nach Nahrung, die sich aus verschiedenen Wirbellosen zusammensetzt. Die Brutzeit erstreckt sich von August bis Januar. In dieser Zeit brüten sie ein bis zwei Mal. Ihre Nester sind kunstvoll gebaute, flache Schalen, die aus Rinde, Gras, Farnzweigen und trockenen Blättern angelegt und mit Spinnweben zusammengehalten werden. Die Nester befinden sich typischerweise versteckt in einer Kletterpflanze in einer Höhe von bis zu 10 Metern über dem Erdboden. Jedes Gelege enthält in der Regel ein bis zwei Eier, die hellbraun, cremefarben oder grünlich-weiß sind und hellbraune Flecken und Punkte aufweisen, die sich oft am stumpfen Ende konzentrieren.[2][1]
Gefährdung
Da die Bestände des Graustirn-Farnschnäpper im Rückgang begriffen sind, wird die Art von der Weltnaturschutzorganisation IUCN als „near threatened = potentiell gefährdet“ geführt. Der Klimawandel stellt eine Bedrohung für die Art dar, da durch verstärkte Hitzewellen die Sterblichkeitsrate steigt. Auch verringert sich die Nahrungsverfügbarkeit aufgrund längerer, trockener und heißerer Trockenzeiten.[3]
Literatur
- Walter Boles: Grey-headed Robin (Heteromyias cinereifrons), version 1.0. In Birds of the World (J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana, Editors), Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA, 2020
Weblinks
- Graustirn-Farnschnäpper (Heteromyias cinereifrons) auf eBird.org
- Graustirn-Farnschnäpper (Heteromyias cinereifrons) bei Avibase
- xeno-canto: Tonaufnahmen – Graustirn-Farnschnäpper (Heteromyias cinereifrons)
- Heteromyias cinereifrons im Integrated Taxonomic Information System (ITIS)
Einzelnachweise
- ↑ a b Walter Boles: Grey-headed Robin (Heteromyias cinereifrons), version 1.0. In Birds of the World (J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana, Editors), Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA, 2020
- ↑ Grey-headed Robin, Birda
- ↑ Rote Liste: Grey-headed Robin, auf iucnredlist.org, eingesehen am 22. Dezember 2025