Grauer Stein (Wiesbaden)
Der Grauer Stein ist eine als Naturdenkmal geschützte Felsgruppe bei Wiesbaden-Frauenstein.
Der zwischen Wiesbaden-Frauenstein und Georgenborn gelegene Graue Stein ist der bis zu zwölf Meter hohe sichtbare Teil eines Quarzganges, der vor ca. 270-130 Millionen Jahren durch hydrothermale Mineralisation entstand. Entlang von Bruchschollen konnten heiße wässrige Lösungen aufsteigen. Diese schieden neben Ouarz und verschiedenen Erzen vielfach Schwerspat (Baryt) aus. Der Baryt wurde im weiteren Verlauf durch Ouarz verdrängt, wobei teilweise die Kristallstruktur erhalten blieb. Durch Verwitterung des umliegenden Gesteins wurden die markanten Felsen aus der Umgebung herauspräpariert. Der Graue Stein ist der erste einer Reihe von Quarzfelsen, die sich von Georgenborn über Frauenstein bis zum Goethestein finden. Der Graue Stein wird sportlich zum Klettern genutzt. Der Rheinsteig führt am Grauen Stein vorbei.
Weblinks
Koordinaten: 50° 4′ 45,9″ N, 8° 7′ 59,1″ O
- Stadt Wiesbaden: Der Wiesbadener Wald
- Anlage zu Kleine Anfrage der Abg. Ursula Hammann (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) vom 15.04.2011 betreffend Biotopverbund Teil 2 und Antwort der Ministerin für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Hessischer Landtag, 22. Juni 2011, abgerufen am 4. Februar 2016 (pdf; 405 kB).
- IG Klettern
- Belege zu Flurnamen in Frauenstein. Hessische Flurnamen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
- Jahrbücher des Nassauischen Vereins für Naturkunde, Bände 4–6, 1849, S. 9, online