Grasjoch
| Grasjoch | |||
|---|---|---|---|
| Grasjoch vom Gargellental aus | |||
| Himmelsrichtung | Norden | Süden | |
| Passhöhe | 1975 m ü. A. | ||
| Region | Silbertal | Hinteres Montafon | |
| Talorte | Silbertal | St. Gallenkirch | |
| Ausbau | Wanderweg | Grasjochbahn | |
| Gebirge | Verwall, Madererkamm | ||
| Karte (Vorarlberg) | |||
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| Koordinaten | 47° 3′ 1″ N, 9° 59′ 34″ O | ||
Das Grasjoch, auch Furkla genannt, ist ein markanter Bergsattel im Verwall im österreichischen Bundesland Vorarlberg.[1]
Lage
Geographische Lage
Das Grasjoch trennt den Hochjoch-Stock im Westen vom restlichen Madererkamm im Osten und liegt zwischen den Bergen Zamangspitze einerseits und Fredakopf und Scheimersch andererseits. Im Süden liegt das Hintere Montafon, im Norden das Silbertal. Entwässert wird das Grasjoch nach Süden über den Tramosabach in die Ill, nach Norden über den Gieslabach in die Litz (Hauptgewässer des Silbertals) und weiter ebenfalls in die Ill.[1]
| Hochjoch
Kreuzjoch |
Mittagsjoch | Gieslaalpe (Silbertal) |
| Zamangspitze | Fredakopf | |
| Zamangalpe | St. Gallenkirch | Scheimersch |
Politische Lage
Der Sattel selbst liegt im Gemeindegebiet von St. Gallenkirch, Bezirk Bludenz, die Grenze zur Gemeinde Silbertal verläuft etwa 180 m nordöstlich des Sattelpunktes.[1]
Erschließung
Direkt auf dem Grasjoch liegen die Grasjochbahn Bergstation und die Hochalpilabahn Talstion. Diese Seilbahnen ermöglichen den Schifahrern im Silvretta Montafon Schigebiet eine Verbindung des Hochjoch-Teils mit dem Nova-Teil in der Silvretta, weil die Talstation der Grasjochbahn in St. Gallenkirch neben der Talstation der Valiserabahn liegt.
Ein Alpweg führt von St. Gallenkirch über das Grasjoch bis zur Platinaalpe.[2]
Wanderwege
Von St. Gallenkirch aus führen mehrere Varianten zum Grasjoch.
Der Wormser Höhenweg (Abschnitt des Zentralalpenweges 02) führt von der Wormser Hütte über das Grasjoch zur Heilbronner Hütte beim Verbellner Winterjöchle, es sind etwa 20 km und erfordert acht bis neun Stunden reine Gehzeit. Vom Grasjoch bis zur Wormser Hütte sind es laut Wegweiser 1 3/4 Stunden, vom Grasjoch bis zur Heilbronner Hütte sieben Stunden.[3]
Der Weg über die Alpguesalpe nach Silbertal dauert dreieinhalb Stunden.[3] Der Alpgues Rundweg ist ein Rundweg mit Start und Ziel beim Grasjoch.[4][5]
Schilifte
Das Grasjoch gehört zum Skigebiet Silvretta Montafon, neben den bereits erwähnten Bahnen sind am Hochjoch der Schlepplift Platina und der Doppelsessellift Fredakopf.[6]
Naturschutz
Nördlich des Grasjochs und östlich des Hochjochs befindet sich die Wildruhezone Mittagsjoch.[7] Östlich von Fredakopf und Scheimersch beginnt das 12.121,95 km² große Europaschutzgebiet Verwall. Westlich des Grasjochs liegen zwei ausgewiesene Biotope: Alpine Quellflachmoore im Sportäli/Grasjoch (Biotop Nr. 12007)[8] und Kälberberg und Grappes über der Zamangalpe[9] (Biotop Nr. 12006).[10] Das Grasjoch selbst ist stark verbaut. Neben den Liftanlagen befindet sich auch die Grasjoch Hütte auf dem Joch.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ a b c Gewässer mit Verwaltungsgrenzen. In: Vorarlberg Atlas. Land Vorarlberg, abgerufen am 25. September 2025.
- ↑ Gesamtverkehrsnetz. In: Vorarlberg Atlas. Land Vorarlberg, abgerufen am 25. September 2025.
- ↑ a b Wegweiser Grasjoch. Land Vorarlberg, abgerufen am 25. September 2025.
- ↑ Alpgues Rundweg. Montafon Tourismus GmbH, abgerufen am 25. September 2025.
- ↑ Wandern. In: Vorarlberg Atlas. Land Vorarlberg, abgerufen am 25. September 2025.
- ↑ Skifahren. In: Vorarlberg Atlas. Land Vorarlberg, abgerufen am 25. September 2025.
- ↑ Wildruhezonen. In: Vorarlberg Atlas. Land Vorarlberg, abgerufen am 25. September 2025.
- ↑ Alpine Quellflachmoore im Sportäli / Grasjoch. In: Naturjuwele Vorarlberg. Land Vorarlberg, abgerufen am 25. September 2025.
- ↑ Kälberberg und Grappes über der Zamangalpe. In: Naturjuwele Vorarlberg. Land Vorarlberg, abgerufen am 25. September 2025.
- ↑ Biotopinventar. In: Vorarlberg Atlas. Land Vorarlberg, abgerufen am 25. September 2025.