Grabplatte mit Malteserkreuz und Weltkugel

BW

Eine 1976 in der sog. Herderkirche in der Weimarer Altstadt gefundene Grabplatte mit Malteserkreuz und Weltkugel aus Weimarer Travertin ist eine Grabplatte aus dem 12. Jahrhundert. Sie ist zugleich als das älteste Denkmal Weimars anzusehen.[1] Laut dem Geologen Walter Steiner ist die Platte zugleich frühester Beleg für den Travertinabbau in Weimar.[2] Die Platte hat eine Länge von 1,94 m, Breite von 0,63 m und eine Stärke von 0,23 m.[3] Wem die Grabplatte allerdings gegolten hatte ist nicht zu ermitteln. An anderer Stelle wird das Kreuz der Grabplatte allerdings als Griechisches Kreuz bezeichnet.[4] Das Denkmal wurde im Chorraum der Kirche aufgefunden.[5]

Einzelnachweise

  1. Art. Denkmäler, in: Gitta Günther, Wolfram Huschke, Walter Steiner (Hrsg.): Weimar. Lexikon zur Stadtgeschichte. Böhlau, Weimar 1998, S. 84 f. Hier S. 84.
  2. Walter Steiner: Die „Parkhöhle“ zu Weimar. Abwasserstollen, Luftschutzkeller, Untertagemuseum. Stiftung Weimarer Klassik, Weimar 1996, S. 26. ISBN 3-7443-0118-4 Hier auch eine Zeichnung der Grabplatte von Steiner.
  3. Art. Steindenkmal, ältestes, in: Gitta Günther, Wolfram Huschke, Walter Steiner (Hrsg.): Weimar. Lexikon zur Stadtgeschichte. Böhlau, Weimar 1998, S. 431.
  4. Art. Grabmäler der Stadtkirche, in: Gitta Günther, Wolfram Huschke, Walter Steiner (Hrsg.): Weimar. Lexikon zur Stadtgeschichte, Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1998, S. 180 f. Hier S. 181. Hier steht: "Erst in jüngster Zeit wurde bei Ausgrabungen ein steinerner Grabstein mit dem Relief eines griechischen Kreuzes entdeckt, der vielleicht dem 12. Jahrhundert und einer älteren Vorgängerkirche zuzurechnen ist."
  5. Gerd Seidel und Walter Steiner: Baustein und Bauwerk in Weimar (= Ständige Kommissionen Kultur der Stadtverordnetenversammlung Weimar und des Kreistages Weimar-Land in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Weimar (Hrsg.): Tradition und Gegenwart.). Weimarer Schriften. Heft 32. Weimar 1988, ISBN 3-910053-08-4, S. 22 f.