Grabmal der Familie Kielmansegg (Weimar)
An der Nordseite des Gartens des Nietzsche-Archivs in Weimar befindet sich ein Denkmal für einen Walther Graf Kielmannsegg (1869–1918), der im Ersten Weltkrieg gefallen war, das eigentlich als Grabmal der Familie Kielmansegg gedacht war. Es war für weitere Familienmitglieder bestimmt.
Geschichte
Das ursprünglich noch für weitere Familienmitglieder gedachte Denkmal war gedacht für ein Grabmal auf dem Hauptfriedhof. Geschaffen hatte es im Auftrag von Elisabeth Förster-Nietzsche der jüdische Bildhauer Richard Engelmann. Sie bestellte es 1921. Es entstand um 1922 aus Kunststein.[1] Es zeigt ein Relief im erhaltenen Mittelteil Trauernde Frau, den Elisabeth-Förster-Nietzsche hierher bringen ließ, da der zweite überlebende Sohn Wilhelm Graf von Kielmannsegg das Werk eines jüdischen Künstlers nicht dulden wollte. Elisabeth Förster-Nietzsche verzichtete auf die Fertigstellung der Seitenflügel, die für weitere Familienmitglieder der Kielmanseggs, die Nietzsche-Verehrer waren, bestimmt waren.[2] Der Walther Graf von Kielmannsegg war im Freundeskreis Neues Weimar.[3]
Literatur
- Wolfgang Holler, Gerda Wendermann, Gudrun Püschel: Krieg der Geister – Weimar als Symbolort deutscher Kultur vor und nach 1914. Sandstein, Dresden 2014, S. 266 f. Kat. 427, 428, 429.
Einzelnachweise
- ↑ Silke Opitz: Ein Gentlemankünstler. Leben und Werk des Bildhauers Richard Engelmann. VDG, Weimar 2000, ISBN 3-89739-141-4. (Dissertation, Bauhaus-Universität Weimar, 2000, S. 319.)
- ↑ Nietzsche-Archiv Hg. von Klassik Stiftung Weimar. Deutscher Kunstverlag, Berlin 2021, S. 46.
- ↑ Rainer Müller: Kulturdenkmale in Thüringen: Stadt Weimar, Bd. 4.2.: Stadterweiterung und Ortsteile, E. Reinhold Verlag, Erfurt 2009, S. 755.