Grünbühl (Pfälzerwald)
| Grünbühl | ||
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| Alte Straße nach Pirmasens auf dem Grünbühl | ||
| Höhe | 407,5 m ü. NHN | |
| Lage | Rodalben | |
| Gebirge | Pfälzerwald, Gräfensteiner Land | |
| Dominanz | 2,7 km → Klinkenberg (422 m)[1] | |
| Koordinaten | 49° 14′ 16″ N, 7° 36′ 46″ O | |
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| Gestein | Buntsandstein | |
| Alte Pirmasenser Straße über den Grünbühl | ||
| Husterhöh-Kaserne an der Südflanke | ||
Der Grünbühl ist ein 407 Meter hoher Berg im Pfälzerwald, dessen Gelände seit 1938 überwiegend militärischen Zwecken dient.
Geographie
Lage
Der Berg liegt im Westen der Gemarkung der Stadt Rodalben im Gräfensteiner Land, das in diesem Bereich in die sich westlich anschließende Westricher Hochfläche übergeht. Am Südostfuß erstreckt sich der Wohnplatz Am Köpfel. Nördlich schließt sich der Obere Horberg und südöstlich der Schlangenberg an. An seinem Westfuß entlang fließt der Steinbach.
Naturräumliche Zuordnung
- Großregion 1. Ordnung: Schichtstufenland beiderseits des Oberrheingrabens
- Großregion 2. Ordnung: Pfälzisch-saarländisches Schichtstufenland
- Großregion 3. Ordnung: Pfälzerwald
- Region 4. Ordnung (Haupteinheit): Mittlerer Pfälzerwald
- Region 5. Ordnung: Gräfensteiner Land
Infrastruktur
Auf einem Ausläufer des Berges befinden sich Reste der Burg Entenstein.[2] Die Bergstraße innerhalb des Wohnplatzes Am Köpfel bildete einschließlich ihrer Verlängerung als Waldweg, der über den Berg führt, ab 1789 als „Rodalber Steige“ die seinerzeitige Direktverbindung nach Pirmasens.[3][4]
Ein Teil der 1938 errichteten Husterhöh-Kaserne befindet sich auf dem Berg, die zugleich den Wohnplatz Grünbühl bildet,[5] der zum Multinational Aircrew Electronic Warfare Tactics Facility Polygone gehört.[6] Damit wurde eine potentielle Ausdehnung des Rodalber Siedlungsgebiets in diesem Bereich verhindert.[7]
Die Stadt Rodalben beabsichtigte ab 2013 zunächst das Gelände auf dem Berg, das im Eigentum der Bundeswehr steht, zu einem interkommunalen Gewerbegebiet umzuwandeln.[8] Dagegen leistete die Bundeswehr jedoch Widerstand.[9] Das Vorhaben wurde 2022 endgültig aufgegeben, als die Stadt Rodalben den Bau eines Wachturms auf dem Gelände genehmigte.[10]
An seinem Westfuß entlang führt die Bundesstraße 270.
Wanderwege
Über die Ostflanke des Bergs verläuft der Rodalber Felsenwanderweg.[11]
Einzelnachweise
- ↑ Grünbühl 407 m. In: deine-berge.de. 6. Dezember 2025, abgerufen am 6. Dezember 2025.
- ↑ Alte Burg bei Rodalben. In: westpfalz.wiki. 24. August 2020, abgerufen am 6. Dezember 2025.
- ↑ Vinzenz Bernhard, Wilhelm Seither: Die bauliche Entwicklung der Stadt Rodalben. In: Stadt Rodalben (Hrsg.): 750 Jahre Gräfensteiner Land 1237–1987. Mit der Geschichte von Rodalben. Adolf Deil KG, Pirmasens 1987, ISBN 3-926562-00-5, S. 313.
- ↑ Vinzenz Bernhard, Wilhelm Seither: Die bauliche Entwicklung der Stadt Rodalben. In: Stadt Rodalben (Hrsg.): 750 Jahre Gräfensteiner Land 1237–1987. Mit der Geschichte von Rodalben. Adolf Deil KG, Pirmasens 1987, ISBN 3-926562-00-5, S. 321.
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Februar 2022[Version 2025 liegt vor.]. S. 165 (PDF; 3,3 MB).
- ↑ Sonstige Objekte in Deutschland. In: ace-high-journal.eu. 6. Dezember 2025, abgerufen am 6. Dezember 2025.
- ↑ Vinzenz Bernhard, Wilhelm Seither: Die bauliche Entwicklung der Stadt Rodalben. In: Stadt Rodalben (Hrsg.): 750 Jahre Gräfensteiner Land 1237–1987. Mit der Geschichte von Rodalben. Adolf Deil KG, Pirmasens 1987, ISBN 3-926562-00-5, S. 306.
- ↑ Konversionsprojekt „Grünbühl“ in Rodalben. In: gpr.de. 3. Juni 2013, abgerufen am 6. Dezember 2025.
- ↑ Rodalben: Das Militärgelände "Grünbühl" und die Sicherheit der Welt. In: rheinpfalz.de. 25. Juni 2019, abgerufen am 6. Dezember 2025.
- ↑ Stadtrat stimmt zähneknirschend dem Aus für den Gewerbepark Grünbühl zu. In: rheinpfalz.de. 2. Juni 2022, abgerufen am 6. Dezember 2025.
- ↑ Waymarked Trails: Wanderwege. In: hiking.waymarkedtrails.org. 6. Dezember 2025, abgerufen am 6. Dezember 2025.