Gotthilf Böhnert

Gotthilf Böhnert (* 17. Dezember 1901 in Braunschweig; ⚔ 2. Juli 1944 an der Ostfront) war ein deutscher Jurist und Parteifunktionär (NSDAP).

Leben

Gotthilf Böhnert wurde als Sohn des Kaufmanns Otto Böhnert geboren und absolvierte nach dem Abitur am Realgymnasium Osnabrück ein Studium der Rechts- und Staatswissenschaften an den Universitäten Münster und Köln. Er betätigte sich politisch, hatte 1923 Kontakt zur völkischen Bewegung und schloss sich in Köln der illegalen „NSDAP – Sektion Universität“ an. Zum 1. Januar 1932 trat er in Osnabrück der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 886.300).[1] Böhnert war schon vor der Machtübernahme Mitglied im Gaustab und 1931 engster Mitarbeiter des NSDAP-Organisatonsleiters Peter Stangier. Seit Februar 1934 bekleidete er das Amt das Gaupropagandaleiters, war Betreuer der NS-Kulturgemeinde im Gau Westfalen-Nord und leitete danach das Gauamt Kulturgemeinde in der NS-Massenorganisatíon Kraft durch Freude. 1938 wechselte er ins Ruhrgebiet und übernahm im Kreis Recklinghausen die Funktion des NSDAP-Kreisleiters, die er bis zum 2. März 1939 ausübte. In diesem Jahr wurde er zum Gauorganisationsleiter[2] ernannt und war bis März 1942 in diesem Amt, als er die Leitung im Kreis Lübbecke[3] übernahm. Ende Juni 1943 wurde er zur Wehrmacht eingezogen.

Literatur

  • Wolfgang Stellbrink: Die Kreisleiter der NSDAP in Westfalen und Lippe. Veröffentlichung der staatlichen Archive des Landes Nordrhein-Westfalen: Reihe C, Quellen und Forschung; Band 48, Münster 2003, ISBN 3-932892-14-3, S. 135 (archive.nrw.de PDF).

Einzelnachweise

  1. Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/3550471
  2. Arno Schröder: Mit der Partei vorwärts!zehn Jahre Gau Westfalen-Nord: unter Verwendung amtlicher Unterlagen von Parteidienststellen. Lippische Staatszeitung N.S. Verlag GmbH, 1940 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. Wiederaufnahme Lübbecke 1933 – 1945. 2017 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).