Gottfried Rabe von Pappenheim (Landrat)

Gottfried Wilhelm Alfred Rabe von Pappenheim (* 25. November 1874 in Liebenau (Hessen); † 18. Juni 1955 in Kassel) war Landrat des Kreises Kassel und Landeshauptmann von Hessen.

Leben

Der Sohn des Gutsbesitzers sowie preußischen Landtagsabgeordneten Karl Rabe von Pappenheim und der Fides Freiin von Herder studierte Rechtswissenschaften an der Universität Göttingen. Dort war er Mitglied des Corps Saxonia. Nach dem Referendariat wurde er 1902 Regierungsassessor, zunächst beim Landratsamt Höxter, dann ab 1904 beim Oberpräsidium in Posen.

1907 wurde er zunächst kommissarisch, im Januar 1908 dann regulär zum Landrat des Kreises Kassel in der preußischen Provinz Hessen-Nassau ernannt. Am Ersten Weltkrieg nahm er als Rittmeister d. R. teil. Er blieb auch nach dem Ende der Monarchie durch die Novemberrevolution 1918 bis 1931 im Landratsamt. In der Zeit der Weimarer Republik gehörte er der DNVP an. 1930 wurde er Landeshauptmann des Bezirksverbandes Kassel (des höheren Kommunalverbands im Regierungsbezirk Kassel der Provinz Hessen-Nassau). 1936 trat er in den Ruhestand.[1]

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde er 1945/46 von der amerikanischen Besatzungsmacht noch einmal als Landrat des Landkreises Kassel reaktiviert.

Auszeichnungen

Gottfried Rabe von Pappenheim war Ehrensenator der Universität Marburg und Ehrenmitglied des Corps Saxonia Göttingen.

Siehe auch

Literatur

  • Wolfgang von der Groeben: Verzeichnis der Mitglieder des Corps Saxonia zu Göttingen 1844 bis 2006, Düsseldorf 2006, S. 72
  • Thomas Klein: Leitende Beamte der allgemeinen Verwaltung in der preußischen Provinz Hessen-Nassau und in Waldeck 1867 bis 1945 (= Quellen und Forschungen zur hessischen Geschichte. Bd. 70), Hessische Historische Kommission Darmstadt, Historische Kommission für Hessen, Darmstadt/Marburg 1988, ISBN 3-88443-159-5, S. 191.

Einzelnachweise

  1. Walter Mühlhausen: Hessen in der Weimarer Republik. Politische Geschichte 1918–1933. Waldemar Kramer Verlag, 2021, S. 56.