Gottfried Christoph Sommer

Gottfried Christoph Sommer (* 15. April 1706 in Langensalza, † nach ca. 1735) war ein deutscher Hebraist und Prinzenerzieher in Gotha.

Leben

Sommer stammte aus einer evangelischen Pfarrersfamilie. Sein Großvater mütterlicherseits, Gottfried Rosenthal (1644–1711), kam aus Altenburg und war Fürstlicher Oberhofprediger und Konsistorialrat in Gotha. Sein Großvater väterlicherseits, Friedrich Sommer (1643–1700), war Pfarrer in Remstädt und später in Goldbach. Sein Vater Johann Friedrich (1677–1716) war 1706 Diakon in Langensalza, 1708 Hofdiakon in Gotha und wurde 1711 in Nachfolge seines Schwiegervaters Hofprediger auf Schloss Friedenstein.

Gottfried Christoph wuchs in Gotha auf. Er besuchtete dort bis 1723 das Gymnasium illustre und studierte danach alte Sprachen. Nach 1732 wurde er vom Herzog Friedrich III. von Sachsen-Gotha-Altenburg als Erzieher dessen jüngsten Bruders, des ca. 11-jährigen Prinzen Johann Adolf von Sachsen-Gotha-Altenburg, angestellt, bevor dieser 1735 seine Ausbildung in Genf weiterführte.[1]

Parallel zu seiner Tätigkeit als Lehrer und Erzieher forschte und publizierte Sommer zu religiösen und philosophischen Themen. 1734 erschien im Mevius-Verlag Gotha sein 168 Seiten umfassendes Hauptwerk über die Kabbala: Zohar mi-Sefer ha-Zohar Sev Specimen Theologiae Soharicae: Cum Christiana Amice Convenientis, Exhibens Articulorum Fidei Fundamentalium Probationes, E Sohare, Antiquissimo Iudaeorum Monumento, Petitas, Et Versione Latina Ac Necessariis Adnotationibus Illustratas ... auf Hebräisch, Latein und Aramäisch.

Quellen

Einzelbelege

  1. Reinhard Breymayer, Friedrich Häussermann: Die Lehrtafel der Prinzessin Antonia. Walter de Gruyter, 2011, ISBN 978-3-11-083496-3, S. 565 (google.de). abgerufen am 3. Mai 2025