Gorgol (Fluss)

Gorgol

Lac de Foum Gleïta im Verlauf des Schwarzen Gorgol

Daten
Lage Mauretanien Mauretanien
Flusssystem Senegal
Abfluss über Senegal → Atlantik
Quelle Talschluss (Tagant-Plateau)
17° 19′ 40″ N, 12° 3′ 1″ W
Quellhöhe 413 m[1] (Gorgol Blanc)
Mündung bei Kaédi in den SenegalKoordinaten: 16° 8′ 56″ N, 13° 29′ 21″ W
16° 8′ 56″ N, 13° 29′ 21″ W
Mündungshöhe m[1]
Höhenunterschied 406 m
Sohlgefälle 0,99 ‰
Länge 409 km[1]
Einzugsgebiet etwa 21.800 km²[1]
Abfluss am Pegel Lac de Foum Gleïta[2]
AEo: 8500 km²
Lage: 150 km oberhalb der Mündung
MNQ 1958
MQ 1958
Mq 1958
MHQ 1958
0 l/s
17,6 m³/s
2,1 l/(s km²)
98 m³/s
Durchflossene Stauseen Lac de Foum Gleïta (Schwarzer Gorgol)
Mittelstädte Kaédi

Einzugsgebiet des Gorgol an der Mündung in den Senegal

Der Gorgol (arabisch كوركول) ist ein rechter Nebenfluss des Senegal in Mauretanien. Die Verwaltungsregion Gorgol ist nach ihm benannt. Er entsteht aus zwei Quellflüssen: dem – rechten nördlichen – Weißen Gorgol und dem – linken südlichen – Schwarzen Gorgol (Gorgol Blanc und Gorgol Noir), die sich 55 Kilometer östlich der Mündung in den Senegal vereinigen.[3]

Gorgol Noir

Der Schwarze Gorgol ist mit 278 Kilometer Fließstrecke der kürzere der beiden Quellflüsse.[4] Er entspringt in dem hügeligen Tiefland westlich des Assaba-Massivs auf 89 m Meereshöhe im Westen der Verwaltungsregion Assaba (16° 54′ 10″ N, 12° 30′ 36″ W) und fließt zunächst in südliche Richtung. Auf diesem Weg nimmt er aus dem Assaba-Massiv, das sich bis auf 423 m Meereshöhe erhebt, eine Reihe starker Zuflüsse von Osten auf. Am Stausee Lac de Foum Gleïta knickt er nach Westen ab. Der Stausee sorgt für eine ganzjährige Wasserführung bis zur Mündung. Etwa 50 Kilometer flussabwärts des Stausees vereint sich der Gorgol Noir auf 14 m Meereshöhe mit dem Gorgol Blanc (16° 13′ 38″ N, 12° 58′ 28″ W), dessen Einzugsgebiet nordwestlich benachbart ist. Am Zusammenfluss bemisst sich das Einzugsgebiet des Gorgol Noir auf 10.300 km².[5]

Hydrometrie

Die Durchflussmenge des Schwarzen Gorgol wurde an der hydrologischen Station am Pont Lac de Foum Gleïta bei knapp der Hälfte des Einzugsgebietes im Jahr 1958 gemessen (in m³/s).[2]

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Gorgol Blanc

Der Weiße Gorgol ist mit 326 Kilometer Fließstrecke der längere der beiden Quellflüsse.[6] Er entspringt an der Nahtstelle zwischen Tagant-Plateau und Assaba-Massiv auf 413 m Meereshöhe knapp jenseits der Grenze der Verwaltungsregion Tagant. Dieses hochgelegene Quellgebiet hat zwar die längste Fließstrecke, jedoch wird eine Senke am Fuß des Tagant-Plateaus weiter westlich auf 75 m Meereshöhe eher als Ursprung des Gorgol Blanc angesehen (17° 22′ 51″ N, 12° 23′ 4″ W). Er fließt von dort in allgemein südsüdwestliche Richtung und nimmt aus dem hügeligen Tiefland seines Einzugsgebietes bis zur Vereinigung mit dem Schwarzen Gorgol keine starken Zuflüsse mehr auf, sodass er auch nicht ganzjährig Wasser führt. Am Zusammenfluss bemisst sich sein Einzugsgebiet auf 9130 km².[7]

Unterlauf

Zusammen mit dem Gorgol Blanc als dem längeren der beiden Quellflüsse messen Fließstrecke bzw. Talweg des Gorgol vom mündungsfernsten Quellgebiet im Tagant-Plateau bis zur Mündung 409 Kilometer und sein Einzugsgebiet beläuft sich auf 21.800 km². Nach der Vereinigung der beiden Quellflüsse mäandriert der Gorgol durch eine fünf Kilometer breite und 55 Kilometer lange Schwemmlandebene mit 83 Kilometer Fließstrecke nach Westen und mündet bei Kaédi über ein Stauwehr mit Pumpstation zur künstlichen Bewässerung von Reisfeldern in den Senegal.[1][8]

Einzelnachweise

  1. a b c d e Watershed Data Report Gorgol
  2. a b Annuaire Hydrologique des États D'outre-Mer de la Communauté des Territoires et Dêpartements Français D'outre-Mer Du Cameroun et du Togo, S. 175. (online [PDF; 9,1 MB; abgerufen am 4. Oktober 2020])
  3. Gorgol bei Geonames
  4. Gorgol Noir bei OpenStreetMap
  5. Watershed Data Report Gorgol Noir
  6. Gorgol Blanc bei OpenStreetMap
  7. Watershed Data Report Gorgol Blanc
  8. CRIDEM, 27. Juni 2018: La campagne rizicole commence enfin à Kaédi: „La station de pompage de Kaédi existe depuis 1977“