Goraszowice
| Goraszowice Graschwitz | ||
|---|---|---|
| ? | ||
| Basisdaten | ||
| Staat: | Polen
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| Woiwodschaft: | Oppeln | |
| Powiat: | Nysa | |
| Gmina: | Otmuchów | |
| Geographische Lage: | 50° 31′ N, 17° 14′ O
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| Höhe: | 230–250 m n.p.m. | |
| Einwohner: | 84 (31. Dez. 2018[1]) | |
| Postleitzahl: | 48-385 | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 77 | |
| Kfz-Kennzeichen: | ONY | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Nächster int. Flughafen: | Flughafen Breslau | |
Goraszowice (deutsch Graschwitz, 1936–1945 Schöning) ist ein Ort in der Stadt- und Landgemeinde Otmuchów im Powiat Nyski der Woiwodschaft Opole in Polen.
Geographie
Das Straßendorf Goraszowice liegt im Südwesten der Region Oberschlesien, etwa neun Kilometer nordöstlich von Otmuchów, 12 Kilometer nordwestlich von Nysa und 68 Kilometer südwestlich von Opole in der Schlesische Tiefebene.
Nachbarorte von Goraszowice sind im Westen Rysiowice (Reisewitz), im Südosten Nowaki (Nowag), im Südosten Radzikowice (Stephansdorf) und im Südwesten Grądy (Perschkenstein).
Geschichte
„Gorsacovicz“ wurde erstmals im Breslauer Zehntregister Werk Liber fundationis episcopatus Vratislaviensis aus den Jahren 1295–1305 urkundlich erwähnt.[2] Für das Jahr 1334 ist es in der Schreibweise Goraschociz belegt, 1368 als Goraczjowicz und 1379 Gorsanowicz überliefert.[3]
Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Graschwitz mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen.
Nach der Neugliederung der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Graschwitz ab 1816 zum Landkreis Grottkau, mit dem sie bis 1945 verbunden blieb. 1845 bestanden im Dorf ein Kretscham und 20 weitere Häuser. Die Einwohnerzahl lag damals bei 140, allesamt katholisch.[3] 1855 waren es 145 Einwohner. 1865 bestanden im Ort zehn Bauern- und drei Häuslerstellen. Eingeschult und eingepfarrt waren die Dorfbewohner nach Groß-Carlowitz.[4] 1874 wurde der Amtsbezirk Zedlitz gegründet, dem die Landgemeinden Graschwitz, Klein Carlowitz, Ogen, Reisendorf, Reisewitz und Zedlitz sowie die Gutsbezirke Klein Carlowitz, Reisendorf, Reisewitz und Zedlitz eingegliedert wurden.[5] 1885 zählte Graschwitz 125 Einwohner.[6]
1933 lebten in Graschwitz 115 Einwohner. Am 22. Juli 1936 wurde der Ort im Zuge einer Welle von Ortsumbenennungen der NS-Zeit in Schöning umbenannt. 1939 zählte Schöning 99 Einwohner.
Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Schöning 1945 wie der größte Teil Schlesiens unter polnische Verwaltung. Nachfolgend wurde es in Goraszowice umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. Die einheimische deutsche Bevölkerung wurde, soweit sie nicht vorher geflohen war, weitgehend vertrieben.
1950 wurde Goraszowice der Woiwodschaft Opole eingegliedert. Seit 1999 gehört es zum Powiat Nyski. 2006 lag die Einwohnerzahl bei 77.[7]
Sehenswürdigkeiten
- Steinerne Wegekapelle
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Graport o stanie Gminy Otmuchów za 2018 rok, abgerufen am 24. Februar 2020
- ↑ H. Markgraf, Wilhelm Schulte: Liber fundationis episcopatus Vratislaviensis (= Codex Diplomaticus Silesiae. Band XIV). Breslau 1889 (Latein, dokumentyslaska.pl [abgerufen am 24. Februar 2020]).
- ↑ a b Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 179.
- ↑ Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien. Breslau 1865, S. 1228 (Vorschau in der Google-Buchsuche).
- ↑ Amtsbezirk Zedlitz
- ↑ Kreis Grottkau. In: agoff.de, AGoFF, abgerufen am 24. Februar 2020.
- ↑ Charakterystyka Gminy Otmuchów 2006 (polnisch)