Golf von Panama
| Golf von Panama | |
|---|---|
| Gewässer | Pazifischer Ozean |
| Landmasse | Isthmus von Panama |
| Geographische Lage | 8° 6′ N, 79° 19′ W |
| Breite | 250 km |
| Fläche | 2 400 km² |
| Größte Wassertiefe | 220 m |
| Inseln | Perleninseln |
| Zuflüsse | Río Tuira, Río Santa María |
Der Golf von Panama (spanisch Golfo de Panamá, englisch Gulf of Panama) ist eine große Bucht auf der pazifischen Seite von Panama.
An der breitesten Stelle ist die Bucht rund 250 km breit, die Tiefe liegt bei maximal 220 m. Der Golf von Panamá ist mit der Karibik durch den Panamakanal verbunden. In der Bucht befinden sich weitere kleine Golfe wie zum Beispiel der Golf von Parita oder der Golf von San Miguel sowie eine Reihe kleinerer Inseln wie die Isla del Rey im Archipel der Perleninseln oder die zum UNESCO-Welterbe gehörende Insel Coiba.
Gebildet wird der Golf an der Westseite durch die Halbinsel Azuero und an der Ostseite durch die panamaische Provinz Darién.
Der Golf von San Miguel und die Entdeckungsgeschichte
Der Golf von San Miguel ist der Schauplatz eines Kapitels der europäischen Entdeckungsgeschichte. Am 25. September 1513 sah Vasco Núñez de Balboa als erster Europäer den Pazifischen Ozean vom amerikanischen Kontinent aus. Er war auf einer Expedition in das legendäre „Goldland“. Vier Tage später ging er an der Mündung des Sabanflusses einige Schritte ins Meer und nahm, als er salziges Weltmeerwasser feststellte, das „Südmeer“ (mar del sur) für seinen König in Besitz.
Sonstiges
Der Golf von Panama produziert eine warme Meeresströmung, deren Einfluss auf die Vegetation bis zu den Galapagosinseln reicht.
Gleichzeitig spielt sich im Golf von Panama ein jährlich wiederkehrendes Phänomen ab, bei welchem zwischen Januar und April kühles Tiefenwasser an die Oberfläche gelangt. Angetrieben wird das System mutmaßlich von Passatwinden. Das Phänomen versorgt die Fauna mit nährstoffreichem Wasser und schützt die Korallenriffe vor Hitzestress. Im 2025 blieb die Strömung zum ersten Mal seit Beginn der Aufzeichnungen fast vollständig aus, die Temperaturmessungen des Oberflächenwassers lagen seit 40 Jahren vor. Tiefenmessungen erfolgten durch die deutsche Forschungsjacht Eugen Seibold. Anstatt wie im Schnitt auf 19 Grad abzukühlen, betrug die Minimaltemperatur 2025 um 23 Grad Celsius. Die Fischereiboote kamen in früheren Jahren selbst aus Japan und China, 2025 fiel die lokale Fischerei vor Ort praktisch aus.[1]
Einzelnachweise
- ↑ Christoph von Eichhorn: Wichtige Ozeanströmung im Pazifik ist ausgefallen - die Folgen sind fatal, Tages-Anzeiger, 9. September 2025, S. 13