Goldene Hausnummer

Die Goldene Hausnummer war in der DDR eine nichtstaatliche Auszeichnung für Hausgemeinschaften, die bei der Pflege und Gestaltung ihres Hauses und Wohnumfeldes besonders gute Arbeit leisteten. Sie wurde ab Mitte der 1980er-Jahre in einigen größeren Städten im Rahmen eines Wettbewerbes vergeben, bei dem an die Gewinner eine Urkunde sowie eine Metallplakette für die Hauswand verliehen wurde, die meist neben dem Wappen oder der Wappenfigur der jeweiligen Stadt (z. B. Berliner Bär) eine goldfarbene Hausnummer zeigte.

In Bayern wurde Anfang der 2000er-Jahre von einigen Ortschaften ebenfalls eine Goldene Hausnummer vergeben.

Geschichte

Initiiert wurde die Goldene Hausnummer vom Wohnbezirksausschuss der Nationalen Front. Die Auszeichnung wurde ab Mitte der 1980er-Jahre im Rahmen der Initiative „Schöner unsere Städte und Gemeinden – Mach mit“ wahrscheinlich in großer Anzahl vergeben.

Laut einem Artikel in der Zeitung Neues Deutschland waren zum Januar 1989 in Ost-Berlin 3.500 Hausgemeinschaften mit der Goldenen Hausnummer ausgezeichnet. Demnach waren dort bis dahin etwa 800 bis 1.000 Häuser pro Jahr ausgezeichnet worden.

Von 1986 bis 1988 soll es in Dresden 700 solcher Auszeichnungen gegeben haben.[1] Eine originale Goldene Hausnummer war 2019 im Platten-Museum von Mathias Körner in der Harthaer Straße 20 in Dresden-Gorbitz zu sehen.[2]

Galerie

Commons: Goldene Hausnummer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen

  1. Leben in der DDR – Leben, Alltag und Gesellschaft der DDR. MDR, Geschichte Mitteldeutschland, abgerufen am 18. Februar 2024
  2. MEINE WOHNUNG IST EIN MUSEUM: GORBITZ-FAN ZEIGT SEINE "PLATTEN-SAMMLUNG" (mit Foto: Die "Goldene Hausnummer" war eine Auszeichnung für Hausgemeinschaften. - die Nummer 14 mit dem Dresdner Stadtwappen), Tag24 vom 4. Februar 2019 (abgerufen am 2. Januar 2022).