Goldberg (Naturschutzgebiet, Ostalbkreis)
Naturschutzgebiet „Goldberg“
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Naturschutzgebiet Goldberg (Mai 2015) | ||
| Lage | Bopfingen, Kirchheim am Ries und Riesbürg, Ostalbkreis, Baden-Württemberg, Deutschland | |
| Fläche | 32,5 ha | |
| Kennung | 1.034 | |
| WDPA-ID | 81739 | |
| Geographische Lage | 48° 52′ N, 10° 25′ O | |
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| Einrichtungsdatum | 8. Februar 1972 | |
| Verwaltung | Regierungspräsidium Stuttgart | |
Der Goldberg ist ein am 8. Februar 1972 durch Verordnung des Regierungspräsidiums Nordwürttemberg ausgewiesenes Naturschutzgebiet auf dem Gebiet der Stadt Bopfingen und der Gemeinden Kirchheim am Ries und Riesbürg im Ostalbkreis in Baden-Württemberg.
Lage
Das rund 32,4 ha große Gebiet, in dem sich der 512,5 Meter hohe Goldberg erhebt, erstreckt sich südwestlich von Goldburghausen und nordwestlich von Pflaumloch – beide Ortsteile der Gemeinde Riesbürg. Nördlich und östlich des Gebietes verläuft die Kreisstraße K 3305 und südlich die B 29, westlich und südlich fließt der Goldbach, ein linker Nebenfluss der Eger.[1]
Westlich grenzt an das Naturschutzgebiet das Landschaftsschutzgebiet Landschaftsteile am Riesrandbereich an. Es liegt außerdem im FFH-Gebiet Westlicher Riesrand.
Naturräumlich gehört das Gebiet zur Haupteinheit 103 Ries im Schwäbischen Keuper-Lias-Land.
Bedeutung
Das Gebiet ist insbesondere als Fossilienlagerstätte von Bedeutung. Neben einer fossilen Guano-Schicht wurden im anstehenden Sprudelkalk unter anderem Koniferenzapfen und Überreste von Vögeln gefunden. Auch Fossilien anderer Wirbeltiere bis hin zu Überresten eiszeitlicher Tierarten, wie Riesenhirsch, Wildpferd und Löwen, wurden im Gebiet gefunden. Eine Sammlung von Fossilien aus dem Gebiet, die in der Naturaliensammlung in Stuttgart gelagert war, wurde im Zweiten Weltkrieg größtenteils zerstört.[2]
Flora und Fauna
Die Schwarze Mörtelbiene hat am Goldberg eine ihrer letzten Populationen in Baden-Württemberg.[3]
Im Naturschutzgebiet Goldberg wurde 1977 die Ameisengrille zum ersten Mal für Württemberg nachgewiesen.[4]
Wertgebende Pflanzenarten im Gebiet sind unter anderem das Gewöhnliche Katzenpfötchen, das Kelch-Steinkraut, der Bleiche Schöterich, die Echte Kugelblume, der Frühlings-Enzian, das Trugdoldige Habichtskraut, der Elsässer und der Berg-Haarstrang, das Brand-Knabenkraut und Scheerers Ehrenpreis.[5]
Siehe auch
Weblinks
- Steckbrief des Naturschutzgebietes Goldberg im Schutzgebietsverzeichnis der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg
Einzelnachweise
- ↑ Goldberg in der World Database on Protected Areas (englisch)
- ↑ Würdigung des Naturschutzgebiets Goldberg. Abgerufen am 1. Januar 2026.
- ↑ ARGE Büro Weiß & Weiß Ingenieur Atelier Süd GmbH: Managementplan für das FFH-Gebiet 7128-341 „Westlicher Riedrand“. Hrsg.: Regierungspräsidium Stuttgart. Stuttgart 2010, S. 61 (baden-wuerttemberg.de [PDF]).
- ↑ Heiko Bellmann: Die Ameisengrille (Myrmecophila acervorum) neu für Württemberg. In: Jahreshefte der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg. 135. Jahrgang. Stuttgart 1980, S. 272–273.
- ↑ Goldberg mit Geisterbergen S Goldburghausen (Biotopnummer 171281365807). (pdf) In: Offenland-Biotopkartierung Baden-Württemberg. Abgerufen am 1. Januar 2026.