Goetheplatz 3-5 (Weimar)

Die Häuserzeile Goetheplatz 3-5 ist eine im klassizistischen Stil errichtetes mehrgeschossiges Bauwerk von Wohn- und Geschäftseinheiten. Die Häuserzeile ist selbst nicht als Einzelobjekt auf der Denkmalliste. Der Goetheplatz als Ganzes ist jedoch denkmalgeschützt.

Geschichte

Zumindest Haus Goetheplatz 5 wurde laut dem Weimar.Lexikon zur Stadtgeschichte 1801 vom Sattlermeister Langbein erbaut. Eine wohl nicht mehr vorhandene Gedenktafel nennt jedoch ein Haus Grenzdörffer 1803.[1] Zu dieser Zeit hieß der Goetheplatz Schweinsmarkt oder Weiheplatz.[2] In diesem Haus befand sich seit 1834 der erste Briefkasten Weimars für abgehende Post. Auch befand sich hier die 1878 von Reinhold Grenzdörffer gegründete Konditorei mit Cafe R. Grenzdörffer, deren Spezialität der Baumkuchen war.[3] Typisch klassizistische Elemente sind u. a. die mit Rundfenster versehenen Dreiecksgiebeln der Zwerchhäuser. Diese werden durch kleinere Dachgauben flankiert. In den 1860er Jahren jedenfalls standen die Gebäude, als der Platz dann Karlsplatz hieß, wie einem botanischen Werk zu entnehmen ist, im botanischen Interesse.[4] Es meinte das Areal hinter diesen, worauf dann die Gerhart-Hauptmann-Straße kam. Im Haus Karlsplatz 5 hatte der Hofuhrmacher Hermann Grosch eine Werkstatt.

Im Jahr 1935 wurde bei dem Gebäudeteil Goetheplatz 3 eine Passage eingebaut, die über die Gerhart-Hauptmann-Straße mit der Coudraystraße verbindet.[5] Diese und das Erdgeschoss sind mit Travertin verkleidet. Dieses wiederum ist durchaus im Zusammenhang mit dem Gauforum zu sehen, welches auch mit dem Bau u. a. von Goetheplatz 9a zu sehen ist.

Einzelnachweise

  1. Gedenktafelliste Stadt Leipzig, Stand 2008
  2. Gitta Günther, Rainer Wagner: Weimar. Straßennamen. RhinoVerlag, Ilmenau 2012, ISBN 978-3-939399-49-0, S. 67.
  3. Art. Grenzdörffer, in: Gitta Günther, Wolfram Huschke, Walter Steiner (Hrsg.): Weimar. Lexikon zur Stadtgeschichte. Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1998, S. 187.
  4. Christian Benjamin Erfurth: Flora von Weimar mit Berücksichtigung der Culturpflanzen, Hermann Böhlau, Weimar 1867, S. 127. Eine zweite Auflage erschien 1882.
  5. Rainer Müller: Kulturdenkmale in Thüringen: Stadt Weimar. Band 4.1.: Altstadt. E. Reinhold Verlag, Erfurt 2009, S. 368.

Koordinaten: 50° 58′ 53,7″ N, 11° 19′ 29,8″ O