Gnaeus Lucius Terentius Homullus Iunior
Gnaeus Lucius Terentius Homullus Iunior (vollständige Namensform Gnaeus Lucius Terentius Luci filius Homullus Iunior) war ein im 2. Jahrhundert n. Chr. lebender Angehöriger des römischen Senatorenstandes. Er ist durch Militärdiplome und Inschriften belegt. In den Diplomen und in den Fasti Ostienses wird sein Name als Gnaeus Terentius Iunior angegeben; abweichend davon wird in einem Militärdiplom[1] als Praenomen M(arcus) angegeben.
Durch zwei Inschriften[2] ist belegt, dass Homullus Iunior Kommandeur (Legatus legionis) der Legio VII Gemina war, die ihr Hauptlager in León in der Provinz Hispania Tarraconensis hatte; aus den beiden Inschriften geht auch sein vollständiger Name hervor.
Durch Militärdiplome,[3] die auf den 19. Juli und auf den 11. August 146 datiert sind, ist nachgewiesen, dass er 146 zusammen mit Lucius Aurelius Gallus Suffektkonsul war.[4][5] Darüber hinaus werden die beiden Konsuln auch in den Fasti Ostienses[6] aufgeführt.
Vermutlich ist er mit dem Terentius Iunior identisch, der in einer Inschrift[7] zusammen mit Titus Flavius Longinus aufgeführt ist;[8] die beiden hatten die Aufsicht über alle öffentlichen Gebäude in Rom (curatores operum publicorum et aedium sacrarum).
Datierung
Die Inschriften[2] aus Leon werden bei der EDCS und bei der EDH in das Jahr 140 datiert. Die Inschrift[7] aus Rom kann durch die Angabe des Tagesdatums und der beiden ordentlichen Konsuln Manius Acilius Glabrio und Marcus Valerius Homullus (XIII Kalendas Octobres Glabrione et Homullo consulibus) auf den 19. September 152 datiert werden.
Siehe auch
Weblinks
Literatur
- Edmund Groag: Terentius 50. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band V A,1, Stuttgart 1934, Sp. 663.
Einzelnachweise
- ↑ Militärdiplom (ZPE-176-225).
- ↑ a b Inschriften aus Leon / Legio / Legio VII Gemina (CIL 2, 5084, CIL 2, 5676).
- ↑ Militärdiplome des Jahres 146 (CIL 16, 178, RMD 4, 269, RMD 5, 401, ZPE-176-225).
- ↑ Paul Holder: Roman Military Diplomas V (= Bulletin of the Institute of Classical Studies Supplement 88), Institute of Classical Studies, School of Advanced Study, University of London, London 2006, S. 816–817, Nr. 401, Anm. 5.
- ↑ Werner Eck: Die Fasti consulares der Regierungszeit des Antoninus Pius. Eine Bestandsaufnahme seit Géza Alföldys Konsulat und Senatorenstand In: Studia Epigraphica in memoriam Géza Alföldy, Bonn 2013, ISBN 978-3-7749-3866-3, S. 69–90, hier S. 75 (Online).
- ↑ Fasti Ostienses (CIL 14, 244).
- ↑ a b Inschrift aus Rom (AE 2007, 222).
- ↑ Edmund Groag, Terentius 50.