Glens Schmetterlingsfledermaus

Glens Schmetterlingsfledermaus
Systematik
Überfamilie: Glattnasenartige (Vespertilionoidea)
Familie: Glattnasen (Vespertilionidae)
Unterfamilie: Eigentliche Glattnasen (Vespertilioninae)
Tribus: Nycticeiini
Gattung: Schmetterlingsfledermäuse (Glauconycteris)
Art: Glens Schmetterlingsfledermaus
Wissenschaftlicher Name
Glauconycteris gleni
Peterson & Smith, 1973

Glens Schmetterlingsfledermaus (Glauconycteris gleni) ist ein mit wenigen Funden in Afrika nachgewiesenes Fledertier in der Gattung der Schmetterlingsfledermäuse. Die Art wurde zeitweilig in der Gattung Lappenfledermäuse (Chalinolobus) gelistet.[1]

Merkmale

Diese Fledermaus zählt mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 54 bis 56 mm, einer Schwanzlänge von 44 bis 50 mm und einem Gewicht von 8,5 bis 15 g zu den größeren Gattungsmitgliedern. Sie hat 38 bis 42 mm lange Unterarme, Hinterfüße von 8 bis 10 mm Länge und 13 bis 16 mm lange Ohren. Männchen sind allgemein etwas kleiner als Weibchen. Oberseits kommt recht langes und weiches Fell vor, das rehkitzbraun mit einer grauen Note ist. Unterseits ist weißes bis cremefarbenes Fell mit rötlichen Schattierungen vorhanden. Musterungen kommen nicht vor. Das Fell bedeckt auch 1/3 der Schwanzflughaut. Die Ohren sind innerhalb der Gattung Schmetterlingsfledermäuse groß, jedoch klein, wenn die gesamte Familie Eigentliche Glattnasen betrachtet wird. Bei dieser Fledermaus sind die äußeren Bereiche der Flügel durchscheinend und weißlich. Der Schädel hat eine hohe Kuppelform. Glens Schmetterlingsfledermaus besitzt im Unterkiefer Schneidezähne mit drei oder vier Spitzen.[2]

Verbreitung und Lebensweise

Die Art wurde im Süden von Kamerun, im Westen von Uganda und im Nordwesten von Tansania angetroffen. Vermutlich bewohnt sie, wie andere Schmetterlingsfledermäuse, tropische Wälder im Flachland. Andere Gattungsvertreter bilden kleine Kolonien. Andere Angaben zum Verhalten liegen nicht vor.[2][3]

Gefährdung

Vermutlich wirken sich Waldrodungen negativ aus. Glens Schmetterlingsfledermaus wird aufgrund ihrer Seltenheit von der IUCN mit unzureichende Datenlage (data deficient) gelistet.[3]

Einzelnachweise

  1. Don E. Wilson, DeeAnn M. Reeder (Hrsg.): Mammal Species of the World. A taxonomic and geographic Reference. 3. Auflage. 2 Bände. Johns Hopkins University Press, Baltimore MD 2005, ISBN 0-8018-8221-4 (englisch, Glauconycteris gleni).
  2. a b Wilson, Lacher Jr. & Mittermeier (Hrsg.): Handbook of the Mammals of the World. 9 - Bats. Lynx Edicions, 2019, ISBN 978-84-16728-19-0, S. 831–832 (englisch, Glauconycteris gleni).
  3. a b Glauconycteris gleni in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2019. Eingestellt von: Jacobs, D., Cotterill, F.P.D. & Taylor, P.J., 2018. Abgerufen am 23. Oktober 2025.