Glatter Knopfschwanzgecko

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Glatter Knopfschwanzgecko

Glatter Knopfschwanzgecko

Systematik
Überordnung: Schuppenechsen (Lepidosauria)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
ohne Rang: Geckoartige (Gekkota)
Familie: Carphodactylidae
Gattung: Keulenschwanzgeckos (Nephrurus)
Art: Glatter Knopfschwanzgecko
Wissenschaftlicher Name
Nephrurus levis
De Vis, 1886

Der Glatte Knopfschwanzgecko oder Glatter Keulenschwanzgecko[1] (Nephrurus levis) ist ein ca. 15 Zentimeter langer Vertreter aus der Gruppe der Geckoartigen. Es sind drei Unterarten bekannt. Der Artzusatz levis, lateinisch für „glatt“, bezieht sich wahrscheinlich auf die relativ glatten Schuppen (verglichen mit der zuvor beschriebenen Art Nephrurus asper Günther, 1876).[2]

Aussehen

Der Glatte Knopfschwanzgecko erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 10,2 cm.[3] Die Tiere haben einen kurzen, flachen Körperbau und einen sehr großen, fast dreieckigen Kopf (breiter als Hals und Körper) mit großen, auffälligen Augen. Die Ohröffnungen sind ein vertikaler Schlitz, halb so lang wie der Augendurchmesser.[4] Der sehr kurze Schwanz hat am Ende eine rundliche, birnenförmige[4] Verdickung, deren eigentlicher Zweck unbekannt ist. Es gibt jedoch Vermutungen, dass die Verdickung eine Rolle bei der Beurteilung der Umgebungstemperatur spielen könnte.[5] Die Gliedmaßen sind eher kurz und schlank.[4]

Die hell- bis dunkelpurpurbraune Färbung des Glatten Knopfschwanzgeckos ist nur an der Körperoberseite, dem Kopf, den Beinen und dem Schwanz zu finden. Der Bauch ist weiß. Über den Hinterkopf, den Nacken und über den Rücken in Höhe der vorderen Gliedmaßen verläuft ein dunkel umrandeter, heller Streifen. Bei hellen Tieren tritt die dunkle Umrandung deutlicher hervor. Der übrige Körper weist eine Reihe kleiner Flecken, Streifen oder Querlinien auf, die aus Gruppen einzelner weißer Tuberkeln bestehen.[6]

Zwischen den Augen liegen weniger als acht Schuppen. Auf der Körperoberseite befinden sich kleine, nebeneinander liegende Schuppen und verstreut liegende niedrige und konische Tuberkel. Die Schuppen der Bauchseite sind klein und körnig. Auf dem Schwanz verlaufen gewöhnlich acht oder mehr Längsreihen von Tuberkeln.[6]

Der Schwanz der Unterart Nephrurus levis occidentalis ist deutlich länger, breiter und stärker abgeflacht. Die Färbung ist etwas heller als die der Nominatform. Bei Nephrurus levis pilbarensis ist der Schwanz größer und flacher als bei Nephrurus levis levis. Die Grundfärbung des Rückens ist heller als bei den anderen Unterarten.[7]

Verbreitung und Lebensraum

Diese Art bewohnt eine Vielzahl von ariden und semiariden Lebensräumen in einem breiten Gürtel im Inneren des australischen Kontinents bis zur Westküste. Sie lebt in offenen Wäldern, in aridem Buschland und in mit Stachelkopfgräsern (Triodia, auch als Spinifex bekannt)[8] bewachsenen Wüstenebenen und in Dünenfeldern.[6]

Lebensweise

Diese bodenbewohnende Art ist nachtaktiv, den Tag verbringt sie in selbst oder von anderen Tieren gegrabenen Erdlöchern.[6] Gejagt wird nachts in offenem Gelände[6], wobei durch die nächtliche Aktivität die bevorzugte Körpertemperatur oft nicht erreicht wird (im englischen „nocturnal paradox“).[5] Zur Beute gehören verschiedene Insekten, Spinnen, Hundertfüßer, Skorpione und einige Wirbeltiere wie andere Geckos und kleine Säugetiere.[3] Der Glatte Knopfschwanzgecko kann seinen Schwanz an einer Stelle an der Schwanzbasis abwerfen (Autotomie). Allerdings kommt das nur selten vor, möglicherweise weil die Verdickung am Schwanzende eine wichtige physiologische Rolle spielt.[5] Bei Gefahr läuft er auf seine Feinde zu und lässt ein sehr schrilles Quietschen ertönen, um sie zu irritieren und sich unter Steinen oder in einem Erdloch in Sicherheit zu bringen.

Fortpflanzung

Das Weibchen legt meist nur 2[8] Eier, die unter Felsen oder in Felsspalten versteckt werden. Es wird keine Brutpflege betrieben.

Unterarten

Nach Reptile Database gibt es drei Unterarten[2]:

  • Nephrurus levis levis De Vis 1886
  • Nephrurus levis occidentalis Storr 1963 - westliches Australien.[7]
  • Nephrurus levis pilbarensis Storr 1963 - Pilbara Region.[7]

Gefährdung und Schutzmaßnahmen

Da für diese Art keinerlei Gefährdungen bekannt sind und sie auch in Schutzgebieten vorkommt, wird sie von der IUCN als (Least Concern) nicht gefährdet gelistet.

Literatur

  • Jiří Felix (Hrsg.), Alena Čepická, Jaromír Knotek, Libuše Knotková: Tierwelt Australiens und der Antarktis. Aus dem Tschechischen von Ingeborg Šestáková. Arita, Prag 1986, S. 122.

Einzelnachweise

  1. Murray Wrobel: Elsevier's Dictionary of Reptiles. Wrobel, 2004, ISBN 978-0-08-045920-2, S. 342.
  2. a b Nephrurus levis In: The Reptile Database
  3. a b Daniel J. Ferguson, Michael T. Mathieson and Teresa J. Eyre (2015) Additional Information on the Beaded Gecko (Lucasium Damaeum) and Smooth Knob-Tailed Gecko (Nephrurus Levis) at Their Eastern Limit in Southwest Queensland. In: The Queensland Naturalist 53, S. 19–28. (Online)
  4. a b c Charles Walter de Vis (1886): On certain geckos in the Queensland Museum. In: Proceedings of the Linnean Society of New South Wales (2), Vol. 1 (I), 1887, S. 168–170. (Online)
  5. a b c Brenton J. Hays, Joseph R. Bidwell, Drew E. Dittmer (2019): An assessment of thermal preference of two species of Knob-tailed Geckos, Nephrurus levis and N. laevissimus, at Uluru Kata-Tjuta National Park. In: Northern Territory Naturalist 29, S. 40–53. (Online)
  6. a b c d e Harold G. Cogger: Reptiles and Amphibians of Australia. CSIRO Publishing, 2018, ISBN 978-1-48-630970-2, S. 266–267.
  7. a b c G. M. Storr (1963): The gekkonid genus Nephrurus in Western Australia, including a new species and three new subspecies. In: Journal of the Royal Society of Western Australia 46, S. 85–90. (Online)
  8. a b Eric R. Pianka, Helen D. Pianka (1976): ComparativeEcology of Twelve Species of NocturnalLizards (Gekkonidae) in the Western AustralianDesert. In: Copeia, Vol. 1976, Nr. 1, S. 125–142.
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