Gisela von Bruchhausen
Gisela von Bruchhausen (* 1940 in Berlin; † 22. Dezember 2025 ebenda[1]) war eine Bildende Künstlerin.
Biografie
Gisela von Buchhausen studierte von 1978 bis 1984 Bildhauerei an der Hochschule der Künste Berlin bei Phillip King, David Evison und Robert Kudielka. 1982 war sie Gründungsmitglied der Gruppe ODIOUS (u. a. mit Klaus Duschat, Klaus H. Hartmann, Hartmut Stielow, David Lee Thompson, und Gustav Reinhardt). Über Jahre hinweg führte die Gruppe ein gemeinsames Atelier. Die Mitglieder stellten gemeinsam oder einzeln aus. 1984 wurde sie Meisterschülerin bei David Evison. 1987 war sie Assistentin bei Anthony Caro im Workshop Stahl '87, Bildhauerwerkstatt Berlin. Von 1989 bis 1990 hatte sie einen Lehrauftrag an der Hochschule der Künste Berlin. Seit 1991 war von Bruchhausen Mitglied im Deutschen Künstlerbund. Im Sommer 2008 trat sie eine Gastdozentur in Hangzhou (China) an.
Von Bruchhausen lebte und arbeitete in Berlin und Damsdorf (Lehnin). Sie fertigte Skulpturen, Reliefs und Collagen. Gekennzeichnet sind die Werke durch ihre abstrakten Formen und Verbindungen mit gebogenen, matt-lackierten Stahlplatten und Stahlstäben. Sie entwickeln eine starke räumliche Wirkung.
Stipendien
1985 erhielt von Bruchhausen ein Stipendium der Cité Internationale des Arts Paris, 1986 ein Arbeitsstipendium des Senators für Kulturelle Angelegenheiten, Berlin, 1995 ein Arbeitsstipendium Stiftung Kulturfonds, 1999 ein Stipendium Künstlerhaus Lukas, in Ahrenshoop und 2001 ein Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfonds, Bonn.
Einzelausstellungen
- 1986 Galerie In Fonte, Berlin (K)
- 1987 Off-Galerie, Berlin (mit Gisela Genthner – Malerei)
- 1988 Villa Oppenheim, Berlin (mit Andreas Lahusen – Malerei)
- 1989 Galerie im Kornhauskeller, Ulm
- Galerie Waszkowiak, Berlin
- 1991 Galerie In Fonte, Berlin
- 1992 Galerie Am Scheunenviertel, Berlin (mit Gabriele Gehrmann – Malerei)
- 1994 Galerie Heinz Teufel, Bad Münstereifel, Mahlberg (K) (mit Christian Roeckenschuss – Malerei)
- 1995 Galerie Waszkowiak, Berlin
- 1996 Forum Kunst, Rottweil
- 1997 Galerie Hartmann & Noé, Berlin
- 2001 Neue Reliefs und Skulpturen, Galerie Hartmann & Noé, Berlin
- 2003 Stahlreliefs und Collagen, ortart no. 3, Nürnberg
- 2004 Skulpturen – Schnitte – Collagen, charlier, Berlin
- 2006 Gisela von Bruchhausen – Stahlskulpturen, Galerie Wiechern, Hamburg (mit K.H.R. Sonderborg – Grafik)
- 2007 Gisela von Bruchhausen – Skulpturen und Loredana Nemes – Fotografie, Galerie Ruhnke, Potsdam
- 2010 Skulpturen – Wandarbeiten, Galerie Sacksofsky, Heidelberg (K)
- 2010 Skulpturen und Wandarbeiten, Tammen Galerie, Berlin (mit Friedrich Daniel Schlemme – Malerei)
- 2011 Gisela von Bruchhausen – Skulpturen, Galerie am Klostersee, Lehnin
- 2012 „SCHWARZWEISS“ – Galerie Wedding, Berlin – Kunst & Interkultur
- 2012 Georg-Kolbe-Museum Berlin — 30 Jahre Odious
- 2014 schwarzweiss - Wandarbeiten und Skulpturen, museum für konstruktive kunst und konkrete poesie, Kunsthaus Rehau
- 2016 Skulpturen und Reliefs, Ardex Informationszentrum, Witten bei Dortmund
- 2018 Concerto Spaziale – Metallplastik, Werkstättengalerie Dresden - Hellerau
- 2022 mit Birte Horn — Extended, Gisela von Bruchhausen —Contained, Galerie kajetan, Berlin
Ausstellungsbeteiligungen und Symposien (Auswahl)
- 1981 bis 1995: Freie Berliner Kunstausstellung, Berlin
- 1982 und 1984: Große Kunstausstellung München, München Neue Gruppe
- 1985: 5. Bremer Freiskulpturenausstellung Bremen
- 1989: 4. Triennale Kleinplastik, Fellbach
- 1990: Teilnahme am Emma Lake Artist’s Workshop, Saskatchewan, Kanada
- 1991: 39. Jahresausstellung des Deutschen Künstlerbundes in Darmstadt[2]
- 2001: Bildhauersymposium Adliswil/Schweiz
- 2005 Zeitstrecke, Villa Oppenheim, Berlin
- 2006 Skulpturen im Findlingsgarten, Kähnsdorf-Seddiner See, Galerie Ruhnke, Potsdam
- 2008 Here we are, Mina Dresden Gallery, San Francisco, USA
- 2010 Skulptur im Park, Skulpturenpark Heidelberg
- 2012 Ortart Nr. 30 / 10 Jahre Ortart, Nürnberg
- 2013 Von Hand 2 — Künstlerinnen, aus der Sammlung Besserer, Heidelberg
- 2014 Stahlplastik in Deutschland – Gestern und Heute, Kunstverein Wilhelmshöhe Ettlingen
- 2016 Skulptur im Freien, Skulpturengarten Funnix, Wittmund
- 2017 In den Raum zeichnen: umreißen – verdichten – spuren, Galerie Nord, Kunstverein Tiergarten, Berlin
- 2017 Nebukadnezar, Künstler machen Flaschen für Rottweil, Forum Kunst Rottweil
- 2020 biegen und falten, Kunstverein KunstHaus Potsdam
- 2021 EISENwege. Zeitgenössische Kleinplastik aus Metallen, Museum Schloss Hellenstein der Stadt Heidenheim
- 2021 Kunstaktion : kugelrund, Forum Kunst Rottweil
- 2023 Mehr davon ! Wir sammeln Kunst, Potsdam-Museum. Forum für Kunst und Geschichte, Potsdam
- 2023 And I draw a line, Galerie kajetan, Berlin
- 2024 Liebe auf den ersten Blick, Benefizausstellung Kunstverein Springhornhof, Neuenkirchen, Soltau
Werke in öffentlichen Sammlungen (Auswahl)
- Museum Berlinische Galerie, Berlin
- Künstlerförderung, Senat Berlin
- Kunstverein Ludwigsburg
- Kunsthalle Mannheim
- Kernforschungszentrum Karlsruhe
- Saar-Toto Saarbrücken
- Philip Morris, München
- Kunstverein Pfaffenhofen/Ilm
- Forum Kunst, Rottweil
Werke im öffentlichen Raum (Auswahl)
- Skulpturen im Schulzentrum Salzgitter, Speed, 1981
- Bremen, Kathedra, 1985
- Kunstverein Springhornhof Neuenkirchen, Be-Züge, 1985 – (mit der Gruppe ODIOUS)
- Kunstpfad Universität Ulm, Sous le ciel, 1989
- Congress Center Heidelberg, Das Fenster im Freien, 1990
Literatur
- Gisela von Bruchhausen, Skulpturen, Reliefs, Collagen, 1988–1998, ISBN 3-923244-05-3
- Gruppe ODIOUS, Skulpturen aus Stahl (+ Stein), Berlin, 1983
- Gisela von Bruchhausen, Stahlskulpturen, Kehrer-Verlag, 2025, ISBN 978-3-96900-211-7
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Homepage Gisela von Bruchhausen, abgerufen am 25. Dezember 2025
- ↑ Deutscher Künstlerbund e. V. Archiviert vom am 23. Juli 2015; abgerufen am 26. Dezember 2025.