Gisela Thome

Gisela Thome, geb. Schwan (* 27. November 1938 in Düsseldorf; † 4. Januar 2026),[1] war eine deutsche Lehrerin sowie Sprach- und Übersetzungswissenschaftlerin. Sie war bis 2013 Privatdozentin an der Universität des Saarlandes.

Leben

Gisela Thome studierte Romanistik, Anglistik, Philosophie und Pädagogik in Bonn und Saarbrücken. 1967 promovierte sie über die sprachliche Gliederung Frankreichs und habilitierte sich. Nach dreijährigem Schuldienst arbeitete sie von 1971 bis 2013 zunächst als wissenschaftliche Mitarbeiterin, dann als Privatdozentin am Institut für Übersetzen und Dolmetschen der Universität des Saarlandes.[2] Außerdem war sie für zehn Semester als Lehrbeauftragte an der Universität Magdeburg tätig.

Der Psychiater und Hochschullehrer Johannes Thome (* 1967) ist ihr Sohn.

Mitgliedschaften

Schriften (Auswahl)

  • Sprachgeschichtlicher Kommentar zu dem Satz ‚Vous auriez dû voir comme les arbres en étaient chargés‘ des "Atlaslinguistique de la France". Ein Beitrag zur sprachlichen Gliederung Frankreichs. Saarbrücken, Selbstverlag 1968 (Dissertation).
  • Zusammen mit Wolfram Wills (Hrsg.): Aspekte der theoretischen, sprachenpaarbezogenen und angewandten Übersetzungswissenschaft I und II. Groos, Saarbrücken/Heidelberg 1974.
  • Zusammen mit Wolfgang Kühlwein und Wolfram Wills (Hrsg.): Kontrastive Linguistik und Übersetzungswissenschaft. Fink München 1981.
  • Zusammen mit José Rodríguez Richart und Wolfram Wilss (Hrsg.): Fachsprachenforschung und Fachsprachenlehre – Schwerpunkt Spanisch. Narr Tübingen 1982.
  • Zusammen mit Reiner Arntz (Hrsg.): Übersetzungswissenschaft – Ergebnisse und Perspektiven. Festschrift für Wolfram Wilss. Narr Tübingen 1990.
  • Übersetzen als interlinguales und interkulturelles Sprachhandeln: Theorien – Methodologie – Ausbildung. Frank & Timme, Berlin 2011.

Einzelnachweise

  1. Traueranzeige in der Saarbrücker Zeitung vom 10. Januar 2026, abgerufen am 10. Januar 2026.
  2. Philosophische Fakultät II - Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften. Archiviert vom Original am 8. Juli 2004; abgerufen am 30. September 2013.