Girolamo da Udine
Girolamo da Udine, eigentlich Girolamo di Bernardino da Udine (* im 15. Jahrhundert; † 1512), war ein italienischer Maler.
Leben
Girolamo di Bernardino da Udine wurde seit dem 25. Mai 1506 urkundlich erwähnt. Am 19. März 1511 vereinbarte er die Ausmalung der Kapelle in San Biagio e San Giusto in Lestizza bei Udine. Das einzige signierte Werk von ihm ist die Krönung Mariens durch Gott Vater, das im Museum Civico in Udine ausgestellt ist. Dieses Bild zeigt ihn als Nachahmer von Giovanni Battista Cima und Vittore Carpaccio.
Einen weiteren Zuschreibung kann man der Lünette mit Petrus Martyr in San Pietro Martire geben. Frühere Kunsthistoriker hatten ihn auch mit einer Krönung Mariens in San Zanipolo in Venedig in Verbindung gebracht. Zudem wird das Bild der heiligen Ursula in Mailand, das 1507 datiert ist, ebenfalls ihm zugeschrieben. Einige Werke, die ihm in der Nähe zugeschrieben wurden, befinden sich in Venedig und zeigen Themen wie Gerechtigkeit und Mäßigung. Das Bild des heiligen Benedikt von Nursia in Santa Maria in Valle in Cividale kann nicht ihm zugeschrieben werden, da es 1539 datiert ist.
Literatur
- Robert Darmstaedter: Künstlerlexikon. Über 4400 Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Pawlak, Herrsching 1986, ISBN 3-88199-300-2, S. 278.
- Girolamo di Bernardino da Udine. In: Ulrich Thieme, Fred. C. Willis (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 14: Giddens–Gress. E. A. Seemann, Leipzig 1921, S. 183 (Textarchiv – Internet Archive).