Giovanni Battista Gigola
Giovanni Battista Gigola (* 1769 in Brescia; † 7. August 1841 in Mailand) war ein italienischer Miniaturmaler.
Leben
Giovanni Battista Gigola begann als Autodidakt und malte zuerst in Bergamo, später in Mailand Elfenbeinporträts. Nach fünf Jahren Studium in Rom kehrte er nach Mailand zurück und wurde schnell ein bekannter Bildnisminiaturist. Sein Ruf wuchs weiter nach einem Aufenthalt in Paris 1803, wo er bei Jean-Baptiste Isabey lernte. Seine Miniaturen sind zwar farblich etwas hart und kalt, aber sehr pompös und erfüllten höfische Ansprüche. Der Vizekönig Eugen, Herzog von Leuchtenberg, schätzte ihn besonders. In der Miniatur-Sammlung des Großherzogs von Hessen befindet sich ein beeindruckendes Porträt der Vizekönigin Auguste von Bayern. Gigola stellte auch Emailporträts her und führte die Emailmalerei in Italien ein. Darüber hinaus malte er Miniaturen auf Pergament als Buchschmuck und -Illustrationen und schuf viele Werke mit mythologischen Themen. Seine Arbeiten befinden sich in verschiedenen Museen und Privatbesitz.
Werke (Auswahl)
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Porträt von Francesca Ghirardi Lechi, Metropolitan Museum of Art, New York City
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Leda und der Schwan
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Ludovico Sforza am Grab seiner Frau
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Porträt der Kinder von Gian Giacomo Trivulzio, 1807, Museo Poldi Pezzoli, Mailand
Literatur
- Robert Darmstaedter: Künstlerlexikon. Über 4400 Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Pawlak, Herrsching 1986, ISBN 3-88199-300-2.
- Gigola, Giovanni Battista. In: Ulrich Thieme, Fred. C. Willis (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 14: Giddens–Gress. E. A. Seemann, Leipzig 1921, S. 15–16 (Textarchiv – Internet Archive).